Von Hannover um die Welt: Elektrotrucker Tobias Wagner startet globale eActros-600-Expedition
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Von Hannover um die Welt: Elektrotrucker Tobias Wagner startet globale eActros-600-Expedition
Tourstart der ersten Weltreise mit batterieelektrischem Lkw auf dem Messestand von Mercedes-Benz Trucks in Halle 19/20 auf der IAA-Transportation: Abfahrt 20. September 2026 ab 11 Uhr Geplante Route führt über rund 30 Länder auf fünf Kontinenten, umfasst rund 45.000 Kilometer und soll mit weniger als 80 Ladungen bewältigt werden. Ziel der Tour: Die Leistungsfähigkeit batterieelektrischen Fernverkehrs weltweit sichtbar…
- Tourstart der ersten Weltreise mit batterieelektrischem Lkw auf dem Messestand von Mercedes-Benz Trucks in Halle 19/20 auf der IAA-Transportation: Abfahrt 20. September 2026 ab 11 Uhr
- Geplante Route führt über rund 30 Länder auf fünf Kontinenten, umfasst rund 45.000 Kilometer und soll mit weniger als 80 Ladungen bewältigt werden.
- Ziel der Tour: Die Leistungsfähigkeit batterieelektrischen Fernverkehrs weltweit sichtbar machen, Herausforderungen identifizieren sowie Impulse für Ladeinfrastrukturausbau und Transformation des Straßengüterverkehrs setzen.
- Bildmaterial der Abfahrt verfügbar ab Montag auf „newsroom.daimlertruck.com“
Leinfelden-Echterdingen/Hannover – Tobias Wagner alias „Elektrotrucker“ startet am Sonntag auf der IAA Transportation auf seine Weltreise mit einem Mercedes-Benz eActros 600 Expeditionsmobil. Der erfahrene Lkw-Fahrer und Content Creator will innerhalb von rund einem Jahr die Welt erstmals mit einem batterieelektrischen Fernverkehrs-Lkw umrunden. Die geplante Route umfasst rund 45.000 Kilometer durch rund 30 Länder in Europa, Asien, Australien, Nord- und Südamerika und soll mit maximal 80 Ladungen bewältigt werden. Ziel der Expedition ist es, die Leistungsfähigkeit batterieelektrischer Fernverkehrstechnologie unter unterschiedlichsten geografischen, klimatischen und infrastrukturellen Bedingungen zu dokumentieren und gleichzeitig den Dialog über den Ausbau der Ladeinfrastruktur für den Straßengüterverkehr zu fördern.
Christian Wilz, Vorsitzender der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Trucks Deutschland: „Wenn ein Fahrer mit einem batterieelektrischen Serien-Lkw auf Weltreise geht, ist das mehr als ein individuelles Abenteuer. Es ist ein starkes Signal dafür, wie weit die Technologie bereits ist. Wir freuen uns, dass Tobias Wagner dabei auf unseren eActros 600 setzt. Seine Reise wird Menschen weit über die Transportbranche hinaus für die Möglichkeiten elektrischen Fernverkehrs begeistern und gleichzeitig den Blick auf die noch notwendigen Fortschritte bei der Infrastruktur lenken.“
Tobias Wagner ergänzt: „Ich bin seit einigen Jahren batterieelektrisch im internationalen Fernverkehr unterwegs und weiß, was heute schon möglich ist. Mit dieser Weltreise möchte ich herausfinden, wie weit wir wirklich sind. Ich werde Orte erreichen, an denen Elektromobilität längst funktioniert, und andere, an denen sie noch an Grenzen stößt. Genau diese Erfahrungen machen die Reise wertvoll, um den emissionsfreien Straßengüterverkehr voranzubringen.“
Nach dem offiziellen Start in Hannover führt die Route von Deutschland über Tschechien, Österreich, Slowakei, Ungarn, Serbien und Bulgarien in die Türkei. Ab Mitte Oktober soll die Reise anschließend durch Zentral- und Ostasien führen, darunter Aserbaidschan, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgisistan, Kasachstan, China, Laos, Thailand, Malaysia und Singapur. Weitere Etappen sind in Australien, den USA sowie verschiedenen Ländern Lateinamerikas vorgesehen. Die finale Streckenführung kann sich im Zuge der Reiseplanung noch ändern.
Weltreise als Praxistest unter realen Bedingungen
Das Expeditionsfahrzeug basiert auf einem serienmäßig produzierten Mercedes-Benz
eActros 600 aus dem Werk Wörth am Rhein. Für die Anforderungen der Weltreise wurde das serienmäßige 4x2-Pritschenfahrzeug gezielt zum Expeditionsfahrzeug weiterentwickelt: mit zwei Ersatzradhalterungen, Einzelbereifung, in die Sonnenblende integrierten Zusatzscheinwerfern sowie einem speziell entwickelten Wohnmobil-Aufbau von Bliss Mobil.
Für die Fahrzeugtransporte auf den notwendigen Seewegen insbesondere zwischen den Kontinenten unterstützt das international agierende Logistikunternehmen DHL.
Nikola Hagleitner, Vorständin Post & Paket Deutschland der DHL Group: „Bei DHL gestalten wir den nachhaltigen Wandel des Straßengüterverkehrs aktiv mit und setzen alternative Antriebe bereits heute erfolgreich im täglichen Betrieb ein. Mit unserer globalen Logistikexpertise unterstützen wir die Weltreise, von der interkontinentalen Verschiffung des Fahrzeugs bis zum schnellen Paketversand von Ersatzteilen entlang der Route. So wird weltweit sichtbar, was im Güterverkehr schon heute möglich ist.“
Der Lkw wurde von Tobias zudem mit einer eigenen DC-Ladestation von Alpitronic ausgerüstet, um neben der vorhandenen CCS-Ladetechnik mit 400 kW Ladeleistung in speziellen Fällen auch an Wechselstrom-Steckdosen mit bis zu 43 kW aufladen zu können.
Fokus auf Elektromobilität, Ladeinfrastruktur und Servicenetz
Die Expedition soll die technische Reife, Effizienz und Zuverlässigkeit batterieelektrischer Fernverkehrslösungen unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen dokumentieren. Gleichzeitig rückt sie die Rahmenbedingungen in den Fokus, die für eine breite Nutzung elektrischer Nutzfahrzeuge erforderlich sind. Dazu zählt insbesondere der weitere Ausbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für den schweren Straßengüterverkehr. Das internationale Händler- und Servicenetzwerk bietet Tobias Wagner entlang seiner Route die Möglichkeit, bei Bedarf auf umfassende Service- und Unterstützungsleistungen zurückzugreifen.
Authentische Einblicke für Kunden, Fahrer und Öffentlichkeit
Tobias Wagners Weltreise soll die Chancen batterieelektrischer Antriebstechnologien im Straßengüterverkehr anhand realer Erfahrungen vermitteln. Durch regelmäßige Berichte von unterwegs, Begegnungen mit Kunden, Fahrern und Branchenvertretern sowie die Dokumentation unterschiedlicher Einsatzszenarien entsteht ein praxisnahes Bild des batterieelektrischen Fernverkehrs auf globaler Ebene.
Über Tobias Wagner
Tobias Wagner ist Lkw-Fahrer, Content Creator und Botschafter für batterieelektrische Logistik. Der 33-jährige Startup-Unternehmer aus Mühldorf am Inn, der sich die letzten Jahre mit dem Aufbau von Pkw-Ladeinfrastruktur beschäftigt hat, hat sich seit 2024 voll und ganz der elektrischen Logistik verschrieben. Seitdem ist er für die niedersächsische Spedition Nanno Janssen als Vollzeit-Berufskraftfahrer in zahlreichen Ländern Europas unterwegs und teilt seine Erfahrungswerte auf Youtube. Mit der ersten Weltumrundung mit einem Elektro-Lkw möchte er der Nutzfahrzeugbranche nun demonstrieren, dass die wahren Grenzen der Technik - falls es diese überhaupt gibt - weit außerhalb Europas liegen. Durch dieses Leuchtturmprojekt will Tobias Wagner Logistiker und Lkw-Fahrerinnen und Fahrer in ganz Europa begeistern und Mut für eine nachhaltige, leise und wirtschaftliche Transportwelt machen.
Über den eActros 600
Mercedes-Benz Trucks feierte den Serienstart des eActros 600 Ende 2024 im Mercedes-Benz Werk Wörth und er ist zwischenzeitlich in zahlreichen Ländern in und außerhalb Europas im täglichen Einsatz auf der Straße unterwegs. Das Elektro-Flaggschiff unter den Mercedes-Benz Trucks hat sein Können bereits mehrfach unter Realbedingungen bewiesen: Im Kundeneinsatz, im Rahmen der „eActros 600 European Testing Tour 2024“, einer über 15.000 Kilometer langen vollelektrischen Entwicklungsfahrt durch insgesamt 22 Länder, sowie der „European Testing Tour Winter 2025“ auf rund 6.500 Kilometern durch Nordeuropa – jeweils mit 40 Tonnen Gesamtzuggewicht. Des Weiteren wurde der E-Lkw zum „International Truck of the Year 2025“ gekürt. Die Auszeichnung ist der wichtigste Preis der Branche und wird von der International Truck of the Year (IToY) Organisation, bestehend aus 24 Nutzfahrzeug-Fachjournalisten aus Europa, jährlich verliehen. Ausschlaggebend für die Auszeichnung war unter anderem das technologische Gesamtkonzept aus elektrischer Antriebsachse und LFP-Zelltechnologie.
Die hohe Batteriekapazität von über 600 Kilowattstunden – daher die Typbezeichnung 600 – sowie eine neue, besonders effiziente elektrische Antriebsachse aus eigener Entwicklung, ermöglichen eine Reichweite des eActros 600 von 500 Kilometern[1] ohne Zwischenladen. Diese Reichweite wird unter sehr realistischen, praxisnahen Bedingungen mit 40 Tonnen Gesamtzuggewicht erreicht und kann je nach Fahrweise und Strecke auch deutlich übertroffen werden. In der verbrauchsgünstigsten Kombination kann der eActros 600 mit drei Batteriepaketen im klassischen Fernverkehrseinsatz und 40 Tonnen Gesamtzuggewicht eine Reichweite von bis zu 560 Kilometern[2] erreichen. Der eActros 600 wird am Tag sogar weit über 1.000 Kilometer zurücklegen können. Zwischenladen während der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrerpausen macht dies möglich, sofern die Lademöglichkeiten vorhanden sind.
Der eActros 600 verfügt über drei Batteriepakete mit jeweils 207 kWh[3]. Diese bieten eine installierte Gesamtkapazität von 621 kWh. Die Batterien basieren auf der Lithium-Eisenphosphat-Zelltechnologie (LFP) und zeichnen sich durch eine hohe Lebensdauer aus. Im Gegensatz zu anderen Batteriezelltechnologien können zudem über 95 Prozent der installierten Kapazität bei der LFP-Technologie genutzt werden. Dies ermöglicht eine höhere Reichweite bei gleich viel verbauter Batteriekapazität. Das Fahrzeug ist technisch auf ein kombiniertes Gesamtzuggewicht von bis zu 44 Tonnen ausgelegt. Mit einem Standardauflieger hat der eActros 600 in der EU eine Nutzlast von etwa 22 Tonnen. In einigen Fällen kann nationales Recht eine höhere Nutzlast zulassen.
Weitere Informationen zur Weltreise „In 80 Ladungen um die Welt“ finden Sie hier: Mit dem eActros 600 in 80 Ladungen um die Welt.
[1] Die Reichweite wurde unter spezifischen Testbedingungen mit einer 4x2 Sattelzugmaschine mit 40 Tonnen Gesamtzuggewicht bei 20°C Außentemperatur im Fernverkehrseinsatz, intern ermittelt und kann von den nach der Verordnung (EU) 2017/2400 ermittelten Werten abweichen.
[2] Die geschätzte Reichweite wird aus Ergebnissen interner Simulationen sowie realer Fahrtests abgeleitet. Die tatsächliche Reichweite kann aufgrund zahlreicher Faktoren wie beispielsweise Topografie, Wetterbedingungen, Geschwindigkeit, Vorkonditionierung, Nebenverbrauchern, der individuellen Fahrzeugkonfiguration und Fahrweise von der geschätzten Reichweite abweichen.
[3] Nennkapazität einer neuen Batterie, basierend auf intern definierten Rahmenbedingungen. Diese kann je nach Anwendungsfall und Umgebungsbedingungen variieren.
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Ulrike Burkhart
Truck Product & Defence
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Katrin Fischer
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