Umweltschutz und systematisches Umweltmanagement sind in unserem unternehmerischen Handeln fest verankert, von der Produktentwicklung über die Fertigung bis in die Lieferkette. Wir reduzieren unseren Wasserverbrauch, fördern die Biodiversität und arbeiten kontinuierlich daran, Schadstoffemissionen weiter zu verringern. Grundlage dafür sind international anerkannte Umweltmanagementsysteme sowie unsere konzernweite Initiative „Green Production 2030“, mit der wir weltweit konkrete Ziele verfolgen und bereits folgende Fortschritte erzielt haben.
Umweltschutz bei Daimler Truck
¹ Informationen zur Berechnungsgrundlage und zur Definition relevanter Produktionsstandorte siehe ESG Factbook FY 2025.
Umweltauswirkungen unserer Fahrzeuge
Neben den CO₂e-Emissionen, die wir unter Klimaschutz betrachten, entstehen im Fahrbetrieb unserer Fahrzeuge weitere Emissionen – etwa Stickoxide (NOₓ), Feinstaub oder flüchtige organische Verbindungen. Wir erfüllen die jeweils geltenden Abgasgrenzwerte und investieren gezielt in Innovationen, um weitere Emissionen in die Luft zu reduzieren.
Ein zentrales Werkzeug ist unser entwicklungsbegleitendes Umwelt-Reporting: Für jede Fahrzeugbaureihe und jede Antriebsvariante legen wir Zielwerte für Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemissionen fest, die uns als Maßstab dienen.
Umweltmanagement in der Produktion
An unseren Produktionsstandorten setzen wir Umweltmanagementsysteme gemäß ISO 14001 und EMAS ein, die alle drei Jahre durch externe Gutachterinnen und Gutachter geprüft und zertifiziert werden. Bereits 93 %² unserer relevanten Standorte, darunter Produktionswerke, Entwicklungs- und Teststrecken, sind nach ISO 14001 zertifiziert. Darüber hinaus haben wir an vielen unserer Standorte Energiemanagementsysteme gemäß ISO 50001 eingeführt. Diese Normen sind integraler Bestandteil unserer Umweltmanagementstrategie. Ihre Wirksamkeit wird regelmäßig durch externe Prüfungen bestätigt. So tragen wir dazu bei, dass Umweltschutz in den Produktionsprozessen verankert ist – und kontinuierlich weiterentwickelt wird.
Seit 1999 nutzen wir konzernweit die Methode der Environmental Due Diligence, um mögliche Umweltrisiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu vermeiden. Alle fünf Jahre durchlaufen unsere Produktionsstandorte ein standardisiertes Bewertungsverfahren. Zusätzlich prüfen wir jährlich, ob empfohlene Maßnahmen umgesetzt werden. Rund 20 % unserer weltweit 42 relevanten Standorte werden jährlich eingehend überprüft. So schaffen wir die Grundlage für ein verantwortungsvolles Umweltmanagement in unserem Unternehmen.
² Informationen zur Berechnungsgrundlage siehe ESG Factbook FY 2025.
Verantwortungsvolle Ressourcennutzung in der Produktion
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Reduzierung des Wasserverbrauchs
Im Rahmen unserer Initiative „Green Production 2030“ haben wir uns ein klares Ziel gesetzt: Bis 2030 sollen die Maßnahmen in Summe zu einer dauerhaft wirksamen Reduktion des Wasserverbrauchs in unserer Produktion um 423.000 m³ pro Jahr gegenüber dem Referenzszenario führen.³
Dafür setzen wir auf innovative Ansätze in der Produktion: Wir schließen Wasserkreisläufe, verbessern die Wassereffizienz unserer Prozesse und nutzen zunehmend Regenwasser. So fördern wir die Mehrfachnutzung und reduzieren den Bedarf an Frischwasser – Schritt für Schritt.
Ein Beispiel ist unser Werk in Chennai, Indien. Dort gelangt nahezu kein Abwasser in die Kanalisation oder in natürliche Gewässer. Stattdessen bereiten wir das in der Produktion genutzte Wasser in einer eigenen Anlage auf und verwenden es erneut, für Betriebsprozesse, sanitäre Einrichtungen und die Bewässerung von Grünflächen. Auch Regenwasser sammeln wir in Auffangbecken und bereiten es mithilfe von Filtersystemen auf.
An mehreren Standorten – darunter Wörth und Aksaray – setzen wir auf Trennkanalsysteme. Diese Systeme behandeln Regenwasser sowie sanitäres Abwasser getrennt voneinander und entlasten damit kommunale Kläranlagen. Regenwasser wird nicht unnötig der Abwasserbehandlung zugeführt, sondern verbleibt im natürlichen Wasserkreislauf. Dadurch kann die Effizienz der Abwasserbehandlung erhöht werden. Zugleich können in diesem Zusammenhang Energie eingespart und Ressourcen geschont werden.
Einmal im Jahr bewerten wir weltweit die Wasserrisiken an unseren Produktionsstandorten. So schaffen wir Transparenz über unsere Wassernutzung – und gewinnen Erkenntnisse für die strategische Planung. Die Ergebnisse fließen in die Unternehmens- und Standortentwicklung ein, helfen uns bei der Auswahl geeigneter Wassereffizienzmaßnahmen und ermöglichen es, Risiken durch Wasserknappheit, Überschwemmungen oder Wasserqualitätsprobleme frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen.
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Schutz der biologischen Vielfalt
Auch der Schutz der biologischen Vielfalt ist ein fester Bestandteil unseres Umweltengagements. An unseren Produktionsstandorten fördern wir naturnahe Grünflächen und unterstützen Projekte, die die Artenvielfalt stärken und Lebensräume erhalten. Wir unterstützen unsere Standorte mit Handlungsempfehlungen, Leitfäden und dem Austausch in Arbeitskreisen – von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Dabei setzen wir auf die enge Zusammenarbeit mit erfahrenen Naturschutzorganisationen.
Um unsere Aktivitäten zur Förderung der biologischen Vielfalt an unseren Standorten weiterzuentwickeln, haben wir einen eigenen Biodiversitätsindex entwickelt. Mit seiner Hilfe bewerten wir die ökologische Qualität unserer Flächen und leiten daraus geeignete Maßnahmen ab. Zunächst in Deutschland eingeführt, soll der Index künftig auch international zum Einsatz kommen.
Besonders wichtig ist uns, auch unsere Beschäftigten für die Bedeutung von Biodiversität zu sensibilisieren. Mit Mitmachaktionen und internen Projekten schaffen wir Begegnungen mit der Natur – und machen erlebbar, wie jede und jeder Einzelne zum Schutz der biologischen Vielfalt beitragen kann.
Umweltmanagement in der Lieferkette
Umweltschutz endet für uns nicht am Werkstor – sie ist auch fester Bestandteil der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Deshalb machen wir umweltbezogene Anforderungen zu einem verbindlichen Teil unserer Lieferantenauswahl und -bewertung. Umweltvorgaben wie Anforderungen an Umweltmanagementsysteme, der sparsame Umgang mit Ressourcen oder ein systematisches Chemikalien- und Gefahrstoffmanagement sind deshalb in unseren Lieferantenverträgen klar geregelt.
Von Lieferanten von Produktionsmaterialien, die über relevante größere Produktionsstandorte verfügen, erwarten wir, dass sie ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001, EMAS oder einem gleichwertigen Standard einführen, aufrechterhalten und kontinuierlich weiterentwickeln.
Darüber hinaus fördern wir einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, Chemikalien und Gefahrstoffen und setzen dabei auf einen kontinuierlichen Dialog, Bewertungsinstrumente und Schulungsprogramme.
Weitere Informationen zu unserer Lieferkette finden Sie unter „Klimaschutz“.
Unsere Ambitionen auf einen Blick
- Bis 2030 sollen die Maßnahmen in Summe zu einer dauerhaft wirksamen Reduktion des Wasserverbrauchs in unserer Produktion um 423.000 m³ pro Jahr gegenüber dem Referenzszenario führen.³
- Wir streben die Einführung zertifizierter Umweltmanagementsysteme an allen relevanten Standorten weltweit an.
- Wir fördern naturnahe Flächen an unseren Standorten, um die Biodiversität zu stärken und damit lokale Ökosysteme zu unterstützen.
³ Das Reduktionsziel basiert auf dem durchschnittlichen Wasserverbrauch der Jahre 2013/2014 und berücksichtigt die erwartete Produktionsentwicklung.