Ob Fahrzeugportfolio, Produktion oder Lieferkette: Wir arbeiten daran, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und Ressourcen effizienter zu nutzen. Damit wollen wir weltweit Schritt für Schritt zur Dekarbonisierung und Transformation des Transportsektors beitragen.
Klimaschutz bei Daimler Truck
¹ Informationen zur Berechnungsgrundlage siehe Geschäftsbericht 2025.
² Die Angaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2025 und basieren auf dem damaligen Portfolio von Daimler Truck einschließlich Mitsubishi Fuso.
³ Informationen zur Berechnungsgrundlage siehe Geschäftsbericht 2025.
⁴ Die Reichweite wurde unter spezifischen Testbedingungen, nach Vorkonditionierung mit einer 4x2 Sattelzugmaschine mit 40 t Gesamtzuggewicht bei 20 °C Außentemperatur im Fernverkehrseinsatz, intern ermittelt und kann von den nach der Verordnung (EU) 2017/2400 ermittelten Werten abweichen.
Unsere Lkw und Busse: Klimaschutz durch alternative Antriebstechnologien
Rund 20 % der Treibhausgasemissionen in Europa entstehen durch den Transport von Gütern und Menschen. Die Transportindustrie unterliegt daher weltweiten Klimavorgaben. Besonders ambitioniert sind die Ziele in der EU: Bis 2030 sollen die CO₂-Emissionen neuer Lkw und Busse im Durchschnitt um 45 % gegenüber dem Niveau von 2019 sinken.
Wir stellen uns dieser Verantwortung und gestalten den Wandel aktiv mit. Wir streben an, dass unsere neuen Lkw und Busse bis 2050 weltweit im Fahrbetrieb CO₂e-frei eingesetzt werden können.
Dabei setzen wir auf zwei verschiedene Antriebstechnologien – Batterie und Wasserstoff. Bereits heute haben wir neun batterieelektrische Lkw- und Busmodelle in der Serienproduktion, die im Fahrbetrieb CO₂e-frei eingesetzt werden können. Auch beim Thema Wasserstoff haben wir große Fortschritte gemacht: Erste Brennstoffzellen-Lkw-Prototypen des Mercedes-Benz GenH2 Truck testen wir bereits intensiv auf öffentlichen Straßen in Deutschland und Europa.
Darüber hinaus arbeiten wir kontinuierlich an Effizienzverbesserungen, die dazu beitragen können, den Kraftstoffverbrauch konventionell angetriebener Lkw weiter zu reduzieren.
-
Die Infrastruktur mitgestalten
Damit unsere Fahrzeuge im täglichen Gebrauch im Fahrbetrieb CO₂e-frei eingesetzt werden können, braucht es mehr als innovative Technologien – ebenso entscheidend ist eine leistungsstarke Ladeinfrastruktur. Beides ist unverzichtbar für das Gelingen der Mobilitätswende.
Wir sind überzeugt, dass die Transformation des Personen- und Gütertransports nur durch eine gemeinsame Anstrengung von Regierungen, Fahrzeugherstellern, Technologie- und Energieunternehmen gelingen kann. Deshalb bringen wir nicht nur Fahrzeuge auf den Markt, die im Fahrbetrieb CO₂e-frei eingesetzt werden können, sondern beschleunigen auch die Entwicklung der nötigen Lade- und Tankinfrastruktur. So wollen wir den Absatz dieser Fahrzeuge in den Märkten kontinuierlich steigern und gleichzeitig die Zahl der konventionellen Fahrzeuge reduzieren.
Wir kooperieren mit Partnern im Rahmen von Joint Ventures wie zum Beispiel Milence in Europa, Greenlane in den USA sowie H2 MOBILITY und leisten so einen Beitrag zum Ausbau der Lade- und Tankinfrastruktur – sowohl für batterieelektrische und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge.
-
Life Cycle Assessments (LCA) bei Daimler Truck
Daimler Truck hat eine TÜV-zertifizierte Guideline für Life Cycle Assessments (LCA) gemäß DIN ISO 14040/14044 eingeführt. Damit gilt weltweit ein einheitlicher Standard für die Erstellung von Lebenszyklusanalysen unserer Fahrzeuge – ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz, Effizienz und Vergleichbarkeit.
Ein LCA erfasst die Umweltauswirkungen eines Fahrzeugs über seinen Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung über Produktion und Nutzung bis hin zu Recycling und Wiederverwendung. Dadurch wird der CO₂e-Fußabdruck in allen Lebenszyklusphasen transparent und nachvollziehbar.
Bislang werden LCA-Ergebnisse zu unseren Trucks hauptsächlich im Rahmen von neuen Produkteinführungen geteilt. Bei unseren Busmarken werden die Ergebnisse hingegen in standardisierten Umweltproduktdeklarationen (Environmental Product Declarations, kurz: EPDs) veröffentlicht und stehen Kundinnen und Kunden sowie weiteren Interessierten über die offizielle EPD-Datenbank zur Verfügung. Bereits heute liegen für zahlreiche Modelle aus dem Daimler Truck Portfolio LCAs vor, darunter der Mercedes-Benz Actros und die batterieelektrische Variante Mercedes-Benz eActros 600, der Freightliner Cascadia und der batterieelektrische Freightliner eCascadia sowie der Mercedes-Benz eCitaro und eCitaro fuel cell. Weitere Modelle folgen kontinuierlich.
Unser Ansatz im globalen Produktionsnetzwerk
Um den Klima- und Umweltschutz in unserer Produktion auszubauen, haben wir die Initiative „Green Production 2030“ ins Leben gerufen.
Schritt für Schritt wollen wir unsere Produktion weiter dekarbonisieren. Bis 2030 wollen wir die CO₂e-Emissionen (Scope 1 & 2) an den Produktionsstandorten des Daimler Truck-Konzerns um 42 % gegenüber 2021 senken.
-
Wir schalten um – auf erneuerbare Energien
Um unser Ziel zu erreichen, stellen wir unsere Energieversorgung konsequent um: Wir kaufen – wo möglich – grünen Strom bzw. Strom aus erneuerbaren Quellen ein und bauen die eigene Energieerzeugung an unseren Produktionsstandorten aus. Bis 2030 soll die von uns genutzte Energie zu mindestens 55 % aus erneuerbaren Quellen stammen.
Neben dem Einkauf von Grünstrom treiben wir die Eigenerzeugung von Energie an unseren Produktionsstandorten voran. Weltweit haben wir an unseren Produktionsstandorten eine Solarstromleistung von insgesamt 64,6 MWp. Damit erhöhen wir die Nutzung regenerativer Energie an den Produktionsstandorten kontinuierlich. Die Nutzung von Photovoltaik-Systemen an unseren Standorten bauen wir sukzessive weiter aus.
Seit 2022 beziehen wir an unseren Produktionsstandorten in Europa und Indien Strom aus Wind, Sonne und Wasserkraft. Auch in den USA, Brasilien und Südafrika läuft bereits ein Teil der Versorgung über erneuerbare Energien. Und wir gehen weiter: Bis 2030 sollen die übrigen Standorte weltweit folgen.
-
Weniger Energie, mehr Effizienz
Auch unseren Energieverbrauch senken wir systematisch: Bis 2030 sollen die Maßnahmen in Summe zu einer dauerhaft wirksamen Reduktion des Energieverbrauchs in unserer Produktion um 549 GWh pro Jahr gegenüber dem Referenzszenario führen.⁵ Das entspricht etwa dem jährlichen Stromverbrauch von rund 150.000 durchschnittlichen Haushalten.
⁵ Das Reduktionsziel basiert auf dem durchschnittlichen Energieverbrauch der Jahre 2013/2014 und berücksichtigt die erwartete Produktionsentwicklung.
-
Kompensation als Übergangslösung
Wo Emissionen derzeit noch nicht vollständig vermieden werden können, setzen wir auf Kompensation – über verifizierte Klimaschutzprojekte, die nach dem Gold Standard zertifiziert sind. An unseren europäischen Produktionsstandorten sowie an weiteren ausgewählten Standorten gleichen wir bereits heute sämtliche verbleibenden CO₂e-Emissionen aus.⁶
⁶ Weitere Informationen zum Kompensationsansatz siehe Geschäftsbericht 2025.
Auch die Lieferkette zählt
Nicht nur unsere eigenen CO2e-Emissionen stehen im Fokus: Wir nehmen auch die CO2e-Emissionen entlang unserer Lieferkette in den Blick. Unsere Maßnahmen beziehen sich auf die von uns zugekauften Teile und Materialien sowie auf die Transportwege zu unseren Produktionsstätten. Wir streben gemeinsam mit unseren direkten Lieferanten an, bis 2050 weltweit CO₂e-neutrale Produkte und Dienstleistungen zu ermöglichen.
-
Unsere Materialien: Mit Verantwortung ausgewählt
Auf Grundlage von Lebenszyklusanalysen haben wir die Materialzusammensetzung unserer Produkte analysiert, um die wesentlichen Treiber von Treibhausgasemissionen in der Lieferkette zu identifizieren. Besonders relevant sind dabei die Produktionsprozesse für Rohstoffe wie Stahl, Aluminium und Kunststoffe.
Künftig wollen wir den CO₂e-Fußabdruck von Materialien bei neuen Projekten und Vergabeentscheidungen stärker berücksichtigen. Um die Beschaffung solcher nachhaltiger Produktionsmaterialien gezielt zu fördern, beziehen wir relevante Kennzahlen wie beispielsweise CO₂e-Emissionen systematisch in unsere Vergabeprozesse ein. Auch die Erhöhung des Anteils recycelter Materialien kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten.
-
Elektrifizierung der Anlieferlogistik
Im Rahmen unserer Klimaschutzmaßnahmen nehmen wir auch die Transportwege zu unseren Werken in den Blick und setzen zunehmend auf elektrisch angetriebene Lkw.
In den kommenden Jahren wollen wir den Lieferverkehr zu unserem größten Montagewerk in Wörth gemeinsam mit unseren Logistikdienstleistern und Spediteuren kontinuierlich weiter elektrifizieren. Die dafür erforderliche Ladeinfrastruktur bauen wir direkt vor Ort auf – sie wird sowohl von unseren Partnern als auch von unternehmenseigenen Fahrzeugen genutzt. Dieses Konzept wollen wir auch auf weitere Werke ausweiten.
Unsere Ambitionen auf einen Blick
Übergeordnete Ambitionen:
- Wir streben an, dass unsere neuen Lkw und Busse bis 2050 weltweit im Fahrbetrieb CO₂e-frei eingesetzt werden können.
- Wir streben an, bis 2050 CO₂e-Neutralität in unserem globalen Produktionsnetzwerk zu erreichen.
- Wir streben gemeinsam mit unseren direkten Lieferanten an, bis 2050 weltweit CO₂e-neutrale Produkte und Dienstleistungen zu ermöglichen.
Zwischenziele:
- Wir wollen die CO₂e Emissionen (Scope 1 und 2) der Produktionsstandorte des Daimler Truck-Konzerns bis 2030 um 42 % gegenüber 2021 reduzieren.
- Alle unsere Produktionsstandorte weltweit sollen bis spätestens 2030 Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen.
- Bis 2030 sollen die Maßnahmen in Summe zu einer dauerhaft wirksamen Reduktion des Energieverbrauchs in unserer Produktion um 549 GWh pro Jahr gegenüber dem Referenzszenario führen.⁷
⁷ Das Reduktionsziel basiert auf dem durchschnittlichen Energieverbrauch der Jahre 2013/2014 und berücksichtigt die erwartete Produktionsentwicklung.