Daimler Truck zeigt neue und weiterentwickelte Sicherheits-Assistenzsysteme für Lkw und Reisebusse
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Daimler Truck zeigt neue und weiterentwickelte Sicherheits-Assistenzsysteme für Lkw und Reisebusse
Der neue Active Cross Traffic Assist kann schnelle, querende Fahrzeuge und Motorräder erfassen und bei einer erkannten Kollisionsgefahr eine Bremskaskade bis hin zu einer automatisierten Vollbremsung einleiten. Der Active Sideguard Assist 3 komplettiert die aktive Unterstützung des Abbiegeassistenten auf beiden Fahrzeugseiten und kann Fahrerinnen und Fahrer beim Abbiegen sowie beim Spurwechsel nach rechts und links…
- Der neue Active Cross Traffic Assist kann schnelle, querende Fahrzeuge und Motorräder erfassen und bei einer erkannten Kollisionsgefahr eine Bremskaskade bis hin zu einer automatisierten Vollbremsung einleiten.
- Der Active Sideguard Assist 3 komplettiert die aktive Unterstützung des Abbiegeassistenten auf beiden Fahrzeugseiten und kann Fahrerinnen und Fahrer beim Abbiegen sowie beim Spurwechsel nach rechts und links unterstützen. Zu den neuen Funktionen zählt die Unterstützung bei der Erkennung von schnell herannahendem Gegenverkehr beim Abbiegen.
- Der weiterentwickelte Active Drive Assist 3 unterstützt im Actros beim teilautomatisierten Fahren auf Level 2 und ergänzt unter anderem eine Schnellabschaltung der lenkenden Assistenzfunktionen.
- Der kamerabasierte Attention Assist 2 kann Anzeichen für Ablenkung und Müdigkeit erfassen und Fahrerinnen und Fahrer optisch und akustisch warnen. Neu ist die zusätzliche Erkennung von Anzeichen für möglichen Sekundenschlaf, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht.
- „Sicherheit entscheidet sich oft in Sekunden. Darum schauen wir zuerst auf die Straße und erst dann auf Sensoren und Algorithmen: Wo sind Fahrerinnen und Fahrer von Lkw und Reisebussen besonders gefordert? Und wie kann Technik genau in diesen Situationen Risiken frühzeitig erkennen und gezielt unterstützen? Aus diesen Fragen entstehen unsere Assistenzsysteme“, sagt Mustafa Üstertuna, Leiter Software- und Elektronikentwicklung.
Leinfelden-Echterdingen/Hannover – Daimler Truck stellt zur IAA Transportation 2026 neue und weiterentwickelte Sicherheits-Assistenzsysteme für Lkw und Reisebusse vor. Im Mittelpunkt stehen zwei wesentliche Neuheiten: der neue Active Cross Traffic Assist und der Active Sideguard Assist 3. Der Active Cross Traffic Assist kann Fahrerinnen und Fahrer bei Kollisionsgefahren durch schnelle, querende Fahrzeuge und Motorräder unterstützen. Der Active Sideguard Assist 3 komplettiert die aktive Unterstützung des Abbiegeassistenten auf beiden Fahrzeugseiten und umfasst erstmals auch die Unterstützung bei der Erkennung von schnell herannahendem Gegenverkehr beim Abbiegen über die Fahrerseite. Beide Systeme können bei akuter Kollisionsgefahr durch Warnungen bis hin zu automatisierten Bremseingriffen unterstützen. Der Active Cross Traffic Assist und der Active Sideguard Assist 3 werden ab April 2027 für alle Mercedes-Benz Actros und Arocs sowie für Reisebusse von Mercedes-Benz und Setra angeboten. Der Active Drive Assist 3 steht zunächst für den Actros zur Verfügung.
Gerade Kreuzungs- und Abbiegesituationen stellen im Nutzfahrzeugverkehr hohe Anforderungen an Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Fahrzeugführung. Erkenntnisse aus der hauseigenen Unfallforschung sowie die Analyse realer Verkehrssituationen zeigen, dass insbesondere schnelles Queren, komplexe Sichtverhältnisse und Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer im unmittelbaren Fahrzeugumfeld zu kritischen Situationen führen können. Vor diesem Hintergrund entwickelt Daimler Truck Assistenzsysteme, die Fahrerinnen und Fahrer innerhalb ihrer jeweiligen Systemgrenzen gezielt unterstützen können. Die Verantwortlichkeit für das sichere Führen des Fahrzeugs verbleibt immer in vollem Umfang beim Fahrer oder der Fahrerin.
Neben den beiden Neuheiten umfasst das Portfolio auch Weiterentwicklungen bestehender Assistenzsysteme. So erhält der Active Drive Assist 3 für den Mercedes-Benz Actros zusätzliche Funktionen für Individualisierung, Bedienkomfort und Spurführung. Mit dem Attention Assist 2 führt Daimler Truck darüber hinaus eine kamerabasierte Erfassung von Anzeichen für Ablenkung, Müdigkeit und möglichen Sekundenschlaf ein.¹
Die neuen und weiterentwickelten Systeme werden für unterschiedliche Anwendungen im Güter- und Personenverkehr entwickelt. Je nach System und Fahrzeugkonfiguration können sie Fahrerinnen und Fahrer von Lkw und Reisebussen innerhalb ihrer jeweiligen Systemgrenzen durch Warnungen, automatisierte Bremsungen oder unterstützende Fahrfunktionen entlasten.¹
„Sicherheit entscheidet sich oft in Sekunden. Darum schauen wir zuerst auf die Straße und erst dann auf Sensoren und Algorithmen: Wo sind Fahrerinnen und Fahrer von Lkw und Reisebussen besonders gefordert? Und wie kann Technik genau in diesen Situationen Risiken frühzeitig erkennen und gezielt unterstützen? Aus diesen Fragen entstehen unsere Assistenzsysteme. Der Active Cross Traffic Assist und der Active Sideguard Assist 3 sind Antworten auf diese Fragen. Sie stehen für unseren Anspruch, reale Verkehrssituationen genau zu analysieren und daraus Assistenzfunktionen für Lkw und Reisebusse zu entwickeln. Der Mensch bleibt dabei im Mittelpunkt und behält die Verantwortung für das sichere Führen des Fahrzeugs“, sagt Mustafa Üstertuna, Leiter Software- und Elektronikentwicklung.
Der Active Cross Traffic Assist und der Active Sideguard Assist 3 werden für alle Mercedes-Benz Actros und Arocs sowie für Reisebusse von Mercedes-Benz und Setra zur Verfügung stehen. Der Active Drive Assist 3 steht für den Actros zur Verfügung.
Active Cross Traffic Assist: Unterstützung bei schnellem Querverkehr
Der Active Cross Traffic Assist ist ein neues Assistenzsystem für Lkw und Reisebusse. Er wurde für Verkehrssituationen entwickelt, in denen sich schnelle Fahrzeuge oder Motorräder dem Fahrzeug seitlich nähern und dessen Fahrweg kreuzen. In solchen Kreuzungssituationen kann das System Fahrerinnen und Fahrer bei erkannten Kollisionsgefahren unterstützen.
Das System nutzt eine 270-Grad-Sensorfusion aus Longrange-Radar, Multifunktionskamera und Shortrange-Radarsensoren. Innerhalb seiner Erfassungsbereiche kann es Fahrzeuge und Motorräder erkennen, die sich dem Lkw oder Reisebus von rechts oder links nähern und dessen Fahrweg kreuzen.
Der Active Cross Traffic Assist kann querende Fahrzeuge und Motorräder mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h erfassen. Erkennt das System eine drohende Kollision, warnt es Fahrerinnen und Fahrer zunächst seitenspezifisch optisch und akustisch. Gleichzeitig kann es eine Teilbremsung einleiten. Reagieren Fahrerinnen oder Fahrer nicht und besteht die erkannte Kollisionsgefahr fort, kann der Active Cross Traffic Assist eine automatisierte Vollbremsung auslösen. Je nach Verlauf der Verkehrssituation kann das System die Bremsung wieder auflösen oder das Fahrzeug bis zum Stillstand abbremsen. Fahrerinnen und Fahrer können die Systemreaktion jederzeit übersteuern. Eine eingeleitete Bremsung lässt sich durch eine Betätigung des Fahrpedals über den Druckpunkt – den sogenannten Kick-down – abbrechen.² Das System adressiert eine Verkehrssituation, die für Fahrerinnen und Fahrer von Lkw und Reisebussen insbesondere an Kreuzungen besonders anspruchsvoll sein kann.
Active Sideguard Assist 3: Neue Unterstützung beim Abbiegen über die Fahrerseite
Der Active Sideguard Assist 3 komplettiert die aktive Unterstützung des Abbiegeassistenten auf beiden Fahrzeugseiten. Die wesentliche Neuerung ist eine neue Funktion für das Abbiegen über die Fahrerseite. Damit kann das System erstmals auch entgegenkommende Fahrzeuge mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h über mehrere Fahrspuren hinweg erkennen und Fahrerinnen und Fahrer in kritischen Situationen unterstützen. ³
Erkennt das System eine mögliche Kollisionsgefahr mit dem Gegenverkehr in einer Abbiegesituation zur Fahrerseite hin, kann es bis zu einer Eigengeschwindigkeit des Lkw oder Reisebusses von 40 km/h optisch und akustisch warnen. Reagieren Fahrerinnen oder Fahrer nicht und erkennt das System weiterhin eine Kollisionsgefahr, kann es bei einer Eigengeschwindigkeit zwischen 0 und 20 km/h eine Bremsung einleiten.⁴
Grundlage ist eine Sensorfusion aus sechs Radarsensoren und einer Multifunktionskamera. Sie überwacht definierte Bereiche entlang und vor dem Fahrzeug sowie bei Fahrzeugkombinationen entlang eines angehängten Aufliegers oder Anhängers. Darüber hinaus unterstützt der Active Sideguard Assist 3 weiterhin beim Abbiegen über die Beifahrerseite sowie beim Spurwechsel nach links und rechts. Je nach Fahrsituation kann das System Fahrerinnen und Fahrer warnen, bei Bedarf Bremsungen unterstützen oder – in Verbindung mit entsprechenden Spurführungsfunktionen – mit einem aktiven Lenkeingriff beim Spurhalten unterstützen.⁵
Active Drive Assist 3: Mehr Individualisierung und vereinfachte Bedienung beim teilautomatisierten Fahren
Der Active Drive Assist 3 ist die nächste Entwicklungsstufe des teilautomatisierten Fahrens. Als Level-2-System unterstützt er Fahrerinnen und Fahrer bei der Längs- und Querführung des Fahrzeugs. Zu den Neuerungen zählen eine Schnellabschaltung der lenkenden Assistenzfunktionen über eine Lenkradtaste sowie die Speicherung individueller Einstellungen für den Active Drive Assist und den Active Brake Assist. Das Fahrzeug kann die bevorzugten Einstellungen für bis zu sechs Fahrerkarten hinterlegen und beim Einlegen einer bekannten Fahrerkarte automatisch übernehmen. Für unbekannte Fahrerinnen und Fahrer gelten vordefinierte Standardwerte.
Der Active Drive Assist 3 kann automatisiert bremsen und beschleunigen, den eingestellten Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten und im Stop-and-Go-Verkehr beim Anfahren und Anhalten unterstützen. Dauert ein Stillstand weniger als zwei Sekunden, kann das Fahrzeug ohne Betätigung des Fahrpedals wieder anfahren. Bei einem längeren Stillstand lösen Fahrerinnen oder Fahrer das Wiederanfahren durch kurzes Antippen des Fahrpedals oder über die Resume-Taste aus.⁶
Bei aktiviertem System kann das Fahrzeug innerhalb einer erkannten Fahrspur geführt werden. Die elektrisch unterstützte Lenkung kann Einflüsse durch leichte Kurven, Fahrbahnunebenheiten oder Seitenwind ausgleichen und zur Positionierung des Fahrzeugs innerhalb der Fahrspur beitragen. Fahrerinnen und Fahrer können ihre bevorzugte Position innerhalb der Spur in drei Stufen einstellen.
Droht das Fahrzeug unbeabsichtigt die Fahrspur zu verlassen, kann die weiterentwickelte aktive Spurrückführung bereits vor einer Warnung durch den Spurhalteassistenten unterstützen und dadurch früher sowie sanfter zur Rückführung des Fahrzeugs in die Fahrspur beitragen. Die neue Schnellabschaltung der lenkenden Assistenzfunktionen ermöglicht zudem eine direkte Deaktivierung über das Lenkrad, beispielsweise in Baustellenbereichen mit komplexen oder uneindeutigen Fahrbahnmarkierungen. Damit greift Mercedes-Benz Trucks einen vielfach geäußerten Kundenwunsch auf.⁶
Zusammenarbeit mit dem Active Sideguard Assist 3
Beim Spurwechsel arbeitet der Active Drive Assist 3 mit dem Active Sideguard Assist 3 zusammen. Erkennt das System nach dem Setzen des Blinkers ein Fahrzeug in der entsprechenden Nachbarspur, warnt es Fahrerinnen und Fahrer optisch und akustisch.
Überfährt der Actros dennoch die Fahrbahnmarkierung und erkennt das System eine Kollisionsgefahr, kann es ein übersteuerbares Gegenmoment in der Lenkung einleiten. Dieses kann bei der Rückkehr in die eigene Fahrspur unterstützen.⁵
Zum Funktionsumfang des Active Drive Assist 3 gehören weiterhin die Hands-off-Warnkaskade und die Emergency Stop Funktion. Erkennt das System über einen längeren Zeitraum keinen Lenkradkontakt, kann es das Fahrzeug innerhalb seiner Systemgrenzen kontrolliert bis zum Stillstand abbremsen.⁷
Attention Assist 2: Kamerabasierte Erkennung von Ablenkung und Müdigkeit
Unaufmerksamkeit, Müdigkeit und möglicher Sekundenschlaf zählen zu den relevanten Risikofaktoren im Straßenverkehr. Der kamerabasierte Attention Assist 2 erfüllt die Anforderungen der General Safety Regulation Phase C und kann Anzeichen für Ablenkung und Müdigkeit erkennen. Neu ist die zusätzliche Erkennung von Hinweisen auf einen möglichen Sekundenschlaf, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht. Hierfür wertet eine Infrarotkamera unter anderem Kopfposition, Blickrichtung, Lidschluss und Augenöffnungswinkel aus. Erkennt das System entsprechende Anzeichen, kann es Fahrerinnen und Fahrer optisch sowie akustisch warnen.⁸
Das Kamerasystem arbeitet dabei als geschlossenes System. Es speichert oder versendet keine Kameraaufnahmen, sondern verarbeitet ausschließlich daraus abgeleitete Parameter wie Blickrichtung, Augenöffnung oder Kopfposition. Die für die Bewertung erforderlichen Daten werden nur für einen begrenzten Zeitraum vorgehalten und anschließend gelöscht.⁸
Erprobung von der Simulation bis zur öffentlichen Straße
Der Entwicklung und Absicherung der neuen Assistenzsysteme liegt ein mehrstufiger Validierungsprozess zugrunde. Daimler Truck erprobt den Active Cross Traffic Assist und den Active Sideguard Assist 3 nach dem Prinzip „Simulation – Prüfgelände – Straße“.
In der Simulation variiert die Entwicklung relevante Parameter wie Fahrzeuggeschwindigkeit, Zielklassifikation, Kreuzungswinkel, Fahrbahnreibwert, Beladung und Fahrzeugvariante. Dadurch lassen sich kritische Randfälle identifizieren und die Zahl erforderlicher realer Versuche reduzieren.
Auf dem Prüfgelände stellt das Entwicklungsteam gezielt ausgewählte Kreuzungs- und Abbiegesituationen mit Motorrädern oder Fahrzeugen nach. Die Absicherung berücksichtigt auch ausgewählte Szenarien aus dem derzeit für Pkw relevanten NCAP-Testkatalog sowie Sichtverdeckungen, etwa durch parkende Fahrzeuge oder Leitplanken.
Lenk- und Pedalroboter, Softtargets und Referenzmesstechnik ermöglichen eine hohe Reproduzierbarkeit. Die Ergebnisse der Prüfstreckenversuche fließen in die Validierung der Simulationsmodelle zurück.
Bewertung unter realen Verkehrsbedingungen
Auf öffentlichen Straßen finden keine Tests im Grenzbereich statt. Die Fahrten dienen dazu, die Robustheit gegenüber möglichen Falschwarnungen, die Mensch-Maschine-Schnittstelle, die Akzeptanz durch Fahrerinnen und Fahrer, das Verhalten bei realen Kreuzungsvarianten sowie die Fehler- und Sensorstabilität zu bewerten. Die erfassten Daten bilden zugleich eine Grundlage für weitere Simulationsauswertungen.
Für den Active Cross Traffic Assist umfasst die beschriebene Erprobung Eigengeschwindigkeiten des jeweiligen Fahrzeugs von 10 bis 80 km/h und Kreuzungswinkel von 60, 90 und 120 Grad.
Bei der Teilfunktion des Active Sideguard Assist 3 für das Abbiegen über die Fahrerseite berücksichtigt die Erprobung Eigengeschwindigkeiten von 10 bis 40 km/h. Die untersuchten Szenarien umfassen entgegenkommende Fahrzeuge auf der direkten Fahrspur und auf Nebenspuren mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h.
Zur Validierung der Systeme absolvierte Daimler Truck weltweit rund sechs Millionen Testkilometer. In die Erprobung flossen unterschiedliche Verkehrssituationen, Fahrzeug- und Aufbauvarianten sowie verschiedene Einsatzbedingungen ein.
Applikation für Reisebusse
Der Active Cross Traffic Assist und der Active Sideguard Assist 3 stehen für alle Mercedes-Benz Actros und Arocs sowie für Reisebusse zur Verfügung. Die beschriebenen Erfassungs-, Warn- und Bremsfunktionen gelten grundsätzlich für beide Fahrzeuggruppen.
Bei der Applikation für Reisebusse berücksichtigt Daimler Buses die fahrzeugspezifischen Anforderungen des Reisebusbetriebs. Dazu zählen unter anderem die jeweilige Fahrzeuggeometrie, das Fahrverhalten und die Anforderungen mit Blick auf die Fahrgäste.
Die vier Systeme in jeweils einem Satz
Active Cross Traffic Assist: Kann schnelle, querende Fahrzeuge und Motorräder erfassen und bei einer drohenden Kollision eine Bremskaskade bis hin zu einer automatisierten Vollbremsung einleiten.
Active Sideguard Assist 3: Unterstützt beim Abbiegen und Spurwechsel auf beiden Fahrzeugseiten und kann in definierten Situationen warnen, automatisiert bremsen oder in Verbindung mit dem Active Drive Assist 3 durch einen übersteuerbaren Lenkeingriff unterstützen.
Active Drive Assist 3: Unterstützt Fahrerinnen und Fahrer innerhalb seiner Systemgrenzen bei Abstand, Geschwindigkeit und Spurführung und kann bei ausbleibender Reaktion auf die Hands-off-Warnkaskade das Fahrzeug automatisiert bis zum Stillstand abbremsen und sichern.
Attention Assist 2: Kann kamerabasiert Anzeichen für Ablenkung, Müdigkeit oder möglichen Sekundenschlaf erfassen und Fahrerinnen und Fahrer warnen, ohne Kameraaufnahmen zu speichern oder zu versenden.
Fußnoten
¹ Allgemeiner System- und Verfügbarkeitshinweis: Sicherheits-Assistenzsysteme können Fahrerinnen und Fahrer innerhalb ihrer jeweiligen Systemgrenzen unterstützen. Die Verantwortung für das sichere Führen des Fahrzeugs verbleibt jederzeit vollständig bei der Fahrerin oder beim Fahrer. Funktionsumfang und Verfügbarkeit können je nach Fahrzeugmodell, Ausstattung, Markt und Produktionsstart variieren. Maßgeblich sind die Produktinformationen und die Betriebsanleitung des jeweiligen Fahrzeugs.
² Active Cross Traffic Assist: Witterung, Sichtverhältnisse, Straßenverlauf, enge Kurvenradien sowie verschmutzte, beschädigte, verdeckte oder nicht vollständig einsehbare Sensorbereiche können die Erkennungsleistung beeinflussen. Das System reagiert unter Umständen nicht auf Objekte außerhalb der definierten seitlichen Erfassungsbereiche, bestimmte langsame Objekte oder Tiere. Die Erfassung eines Objekts mit einer bestimmten Geschwindigkeit bedeutet nicht, dass das System unter allen Bedingungen rechtzeitig warnen oder bremsen kann.
³ Active Sideguard Assist 3: Die verfügbare Warn- und Bremsunterstützung hängt von der jeweiligen Teilfunktion, der Eigengeschwindigkeit, der erkannten Verkehrssituation und den Systemgrenzen ab. Verdeckungen, die Position und Bewegungsrichtung von Objekten, Witterungs- und Sichtverhältnisse sowie Einschränkungen der Sensorik können die Erkennung beeinflussen. Das System erkennt nicht unter allen Bedingungen sämtliche Personen oder Objekte.
⁴ Abbiegen über die Fahrerseite: Die Erfassung entgegenkommender Fahrzeuge mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h und der mögliche Bremseingriff bei einer Eigengeschwindigkeit zwischen 0 und 20 km/h beschreiben unterschiedliche Funktionsparameter. Daraus lässt sich keine allgemeine Aussage über die Vermeidbarkeit einer Kollision ableiten.
⁵ Spurwechselunterstützung: Ein Lenkeingriff erfolgt nur bei entsprechend ausgestatteten Fahrzeugen und in Verbindung mit einer aktiven Spurführungsfunktion. Er führt keinen automatisierten Spurwechsel aus. Fahrerinnen und Fahrer müssen das Verkehrsgeschehen und das Fahrzeugumfeld jederzeit beobachten und bleiben für die sichere Durchführung des Fahrmanövers verantwortlich.
⁶ Active Drive Assist 3: Der Active Drive Assist 3 ist ein Level-2-System. Fahrerinnen und Fahrer müssen das Verkehrsgeschehen jederzeit überwachen, zur Übernahme der Fahrzeugführung bereit sein und die Hände am Lenkrad behalten. Die Querführungsunterstützung setzt unter anderem voraus, dass das System die Fahrspur und die relevanten Fahrbahnmarkierungen erkennt. Das System ist zunächst für den Actros verfügbar.
⁷ Emergency Stop Funktion: Die Emergency Stop Funktion erkennt keinen medizinischen Notfall und beurteilt nicht den Gesundheitszustand der Fahrerin oder des Fahrers. Ausschließlicher Auslöser ist die ausbleibende Reaktion während der Hands-off-Warnkaskade.
⁸ Attention Assist 2: Das System nimmt keine medizinische Diagnose vor und stellt weder Müdigkeit noch Ablenkung oder einen Gesundheitszustand abschließend fest. Eine Warnung bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Fahrerin oder der Fahrer tatsächlich müde oder abgelenkt ist. Das Ausbleiben einer Warnung bedeutet nicht, dass die Fahrerin oder der Fahrer aufmerksam oder fahrtüchtig ist. Der Attention Assist 2 ersetzt weder die eigenverantwortliche Beurteilung der Fahrtüchtigkeit noch die Einhaltung der gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten.
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Carola Pfeifle
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