Human Rights Compliance Management System

Bei Daimler Truck setzen wir auf einen systematischen Ansatz zur Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht, das Human Rights Compliance Management System (Human Rights CMS).

Das Human Rights CMS umfasst grundlegende Prinzipien und Maßnahmen, um regelkonformes Verhalten in den Konzerngesellschaften und Mehrheitsbeteiligungen sowie entlang unserer Wertschöpfungskette zu fördern. Das Human Rights CMS besteht aus sieben Elementen, die aufeinander aufbauen.

  • Compliance-Werte

    Unsere Grundsatzerklärung für soziale Verantwortung und Menschenrechte sowie unsere Verhaltensrichtlinie

  • Compliance-Ziel

    Menschenrechte achten und wahren sowie die menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten sicherstellen und notwendige Maßnahmen umsetzen

  • Compliance-Organisation

    Unser Nachhaltigkeitsbereich arbeitet fachübergreifend mit relevanten Abteilungen, beispielweise mit dem zentralen Einkaufsbereich, zusammen.

    Die Verantwortlichkeiten für das Thema Menschenrechte sind in der Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement & Human Rights Compliance im Bereich Recht & Compliance angesiedelt.

    Zudem wurde der Chief Legal & Compliance Officer, Thomas Laubert, zum Menschenrechtsbeauftragten benannt. Als Menschenrechtsbeauftragter verantwortet er alle präventiven Prozesse und Strukturen weltweit, die die Achtung und Wahrung der Menschenrechte innerhalb Daimler Truck sicherstellen sollen.

  • Compliance-Risiko

    Transparenzschaffung über unsere Risikoanalyse in den eigenen Konzerngesellschaften und Mehrheitsbeteiligung sowie in den Lieferketten

  • Compliance-Programm

    Lieferketten-Due-Diligence und Rohstoffanalyse sind fester Bestandteil des Human Rights CMS; Compliance Maßnahmen sind auf die von uns identifizierten menschenrechtlichen Risikofelder zugeschnitten

  • Kommunikation und Training

    Vermittlung durch verbindliche und zielgruppenspezifische web-basierte Trainings für Daimler Truck Beschäftigte. Für unsere Geschäftspartner stellen wir das Compliance Awareness Modul zur Verfügung, um für menschrechtliche Themen zu sensibilisieren.

  • Monitoring und Verbesserung

    Fortlaufende Dokumentation der einzelnen Prozessschritte, sowie eine regelmäßige Effektivitätsprüfung des Human Rights CMS

Wir bekennen uns zudem zu einer verantwortungsvollen Beschaffung von Produktions- und Nicht-Produktionsmaterial sowie Dienstleistungen und lehnen Kinderarbeit, Zwangsarbeit und moderne Sklaverei sowie sonstige Verletzungen der Menschenrechte ab.

Zur Erfüllung unserer Sorgfaltspflichten haben wir als ein Kernelement des Human Rights CMS ein zentrales Beschwerdeverfahren etabliert.

Beschwerdeverfahren für die Daimler Truck-Lieferkette

Hinweise und Beschwerden zu Verstößen gegen menschenrechtliche und umweltbezogene Pflichtverletzungen unserer direkten und indirekten Lieferanten können über die Meldekanäle unseres Hinweisgebersystems Business Practices Office (BPO) eingereicht werden. Gleiches gilt auch weiterhin für entsprechende Hinweise und Beschwerden, die unser Unternehmen und unsere Beschäftigten betreffen (siehe unser Hinweisgebersystem BPO). Nach Eingang eines Hinweises oder einer Beschwerde führt das Hinweisgebersystem BPO eine risikobasierte Erstbeurteilung des potenziellen menschenrechtlichen oder umweltbezogenen Risikos bzw. der Verletzung menschenrechtlicher oder umweltbezogener Pflichten durch. Betrifft der eingehende Hinweis einen unserer Lieferanten, wird die Meldung an die zuständige Untersuchungseinheit (zum Beispiel an einen Fallbearbeiter des zuständigen Einkaufsbereichs) zur weiteren Aufklärung weitergeleitet.

Ziel der Aufklärung ist zunächst die Feststellung einer „Verdachtslage“. Eine Untersuchung wird erst nach einer sehr sorgfältigen Prüfung der Fakten und einem begründeten Verdacht auf ein menschenrechtliches oder umweltbezogenes Risiko bzw. einer Verletzung menschenrechtlicher oder umweltbezogener Pflichten durch einen unserer Lieferanten eingeleitet.

Wird eine Verdachtslage angenommen, prüft die zuständige Untersuchungseinheit, welche Maßnahmen im Einzelfall geeignet, erforderlich und angemessen sind, um einem eventuell festgestellten Verstoß oder einem festgestellten Risiko angemessen zu begegnen. Dazu zählen beispielsweise Lieferantengespräche zur Erarbeitung eines Konzepts mit konkretem Zeitplan zur Beendigung oder Minimierung eines Verstoßes (Abhilfemaßnahmenplan) sowie Lieferantenaudits.

Die mit der Durchführung des Verfahrens betrauten Personen behandeln jeden Fall neutral und objektiv unter Beachtung der Unschuldsvermutung. Sie bearbeiten jeden Fall mit äußerster Vertraulichkeit. Das gilt insbesondere für personenbezogene Daten.

Weitere Informationen über die Grundsätze des Beschwerdeverfahrens und den Verfahrensablauf bei potenziellen Menschenrechts- und Umweltverletzungen durch direkte und indirekte Lieferanten von Daimler Truck finden Sie hier.

Mehr Informationen zum Hinweisgebersystem BPO finden Sie hier: Hinweisgeber BPO @ Daimler Truck

Nachhaltigkeit in Lieferketten

Neben unserem Engagement zur Achtung der Menschenrechte in den Lieferketten, definieren wir weitere Anforderungen zum Thema Nachhaltigkeit insbesondere an unsere unmittelbaren Lieferanten. Mehr dazu erfahren Sie unter folgendem Link: