Der Mercedes-Benz eCitaro fuel cell: Das Testfahrzeug im Detail
Übersicht 4
- Drei Batteriepakete, Brennstoffzelle und fünf Wasserstofftanks
- Gewohnter Arbeitsplatz, zahlreiche Assistenzsysteme
- Ansprechend ausgestatteter Fahrgastraum
Bei dem Testbus mit dem Kennzeichen MA-MB 454 handelt es sich um den Mercedes-Benz eCitaro fuel cell, der erste batterieelektrisch angetriebene Niederflurbus mit Brennstoffzelle zur Verlängerung der Reichweite.
Drei Batteriepakete, Brennstoffzelle und fünf Wasserstofftanks
Der zweiachsige Solobus mit zwei Türen verfügt über drei Batteriepakete mit Lithium-Ionen-Akkus der Generation (NMC3) und einer Batteriekapazität von 295 kWh. Die Aufladung erfolgt über eine Ladesteckdose, die rechts über dem Vorderrad positioniert ist. Die maximale Ladeleistung beträgt 150 kW. Die fahrzeugseitige Ladesteuerung SmartCharge sorgt für eine optimierte Lebensdauer der Batterie.
Bei längeren Einsätzen dient eine Heavy-Duty-Brennstoffzelle als Stromerzeuger. Die Wasserstoffversorgung der Brennstoffzelle erfolgt über fünf H2-Flaschen mit je fünf Kilogramm Fassungsvermögen, die auf dem Fahrzeugdach des Vorderwagens installiert sind. Betankt werden die Wasserstoff-Behälter in Fahrtrichtung rechts über der Hinterachse. Dank der Kombination aus High-Performance-Batterien und Brennstoffzelle erreicht der eCitaro fuel cell eine Reichweite von rund 600 Kilometern[1] ohne Nachladen.
Gewohnter Arbeitsplatz, zahlreiche Assistenzsysteme
Fahrpersonal und Passagiere bemerken im Einsatzalltag nichts vom innovativen Antriebssystem. Der Fahrerarbeitsplatz ist identisch mit jenem des eCitaro. Hinzu kommt lediglich eine Anzeige für den prozentualen Füllstand der Wasserstoff-Behälter. Die Ausstattung ist von der Kabinentür mit Trennscheibe über die halbe hintere Türbreite und die automatische Klimaanlage bis hin zum klimatisierten Sitz vorbildlich.
Gleiches gilt für die Ausrüstung mit Sicherheits- und Assistenzsystemen: Der Testbus Mercedes-Benz eCitaro fuel cell erfüllt bereits alle Vorgaben der seit Juli 2024 gültigen europäischen Sicherheitsverordnung GSR. Das Fahrzeug ist daher mit einer Vielzahl modernster Assistenzsysteme ausgestattet. Dazu zählt der speziell für Linienbusse entwickelte aktive Bremsassistent Preventive Brake Assist 2. Der Abbiegeassistent Sideguard Assist 2 überwacht nun den Raum rechts und links des Busses und warnt den Fahrer vor Kollisionen. Zusammen mit dem neuen Frontguard Assist für den Raum unmittelbar vor dem Fahrzeug schützt er vor allem schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer. Die serienmäßige Rückfahrkamera und das optionale 360°-Kamerasystem ergänzen das umfassende Warnsystem rund um den Omnibus.
Zu den weiteren serienmäßigen Assistenzsystemen des Niederflur-Linienbusses gehören der Verkehrszeichenassistent, der Aufmerksamkeits-Assistent Attention Assist sowie die Reifendruckkontrolle TPM. Für mehr Sicherheit sorgt auch die elektronische Geschwindigkeitsbegrenzung auf 33 km/h, die sich über einen Schalter in der wandseitigen Konsole aktivieren lässt. Ebenfalls an Bord: Regen-Licht-Sensor sowie LED-Technik bei Abblend-, Fern- und Abbiegelicht, Nebelscheinwerfern und Tagfahrleuchten.
Ansprechend ausgestatteter Fahrgastraum
Fahrgäste betreten den Stadtbus durch zwei elektrisch betätigte Innenschwenktüren. Das Interieur ist freundlich und hochwertig: Boden in Holzoptik, Haltestangen und Handläufe in gebürstetem Edelstahl. Die mehrfarbige Ambientebeleuchtung mit durchgehenden Leuchtbändern über Gang und Fenstern lässt sich mittels eines Steuergeräts vom Fahrerplatz aus regeln und sorgt für Lichtstimmungen, die zur Fahrsituation oder Tageszeit passen. Die Sitze Mercedes-Benz City Star Eco sind mit dem robusten Lederfasermaterial Composition tiefschwarz mit blauen Querstreifen in Cyan- und Ultramarinblau bezogen.
13 USB-Doppelsteckdosen versorgen mitgebrachte Endgeräte mit Strom. Auf in ihrer Mobilität eingeschränkte Passagiere ist das Exponat mit einer manuell betätigten Klapprampe an der Tür zwei eingestellt.
Der Fahrgastraum wird serienmäßig durch die hocheffiziente Anlage EvoThermatic basic mit Wärmepumpe und einem Aktivfilter mit antiviraler Funktion vollautomatisch klimatisiert.
[1] Die Reichweite wurde unter spezifischen Bedingungen, u.a. Ausstattung mit maximaler Batteriekapazität, Batterie im Auslieferungszustand, und maximaler H2-Kapazität im typischen Stadtbus-Betrieb und moderatem Wetterszenario intern ermittelt und kann z.B. von den nach der Verordnung (EU) 2017/2400 ermittelten Werten abweichen. Die tatsächliche Reichweite ist abhängig von der individuellen Fahrzeugnutzung, der Fahrzeugkonfiguration sowie weiteren äußeren Faktoren. Daher kann die tatsächliche Reichweite unter oder über dem angegebenen Wert liegen.