Baureihen und Innovationen: Sechs Richtige
- Baureihe 10 - Den Setra Erfolg auf die Straße gebracht
- Baureihe 100 - Kantige Formen und noch mehr Komfort
- Baureihe 200 - Dritte Setra Generation mit zeitloser Eleganz
- Baureihe 300 - Neues Gesicht mit markanter Schwinge
- Baureihe 400 - Überzeugend in Technik, Sicherheit und Komfort
- Baureihe 500: Für jeden Einsatz der richtige Bus
- Die nächste Generation der TopClass und ComfortClass
- Die neue Setra MultiClass LE
- Revolutionäre Assistenz- und Sicherheitssysteme
- Der H₂ Coach - Für die Zukunft gedacht
- E-Reisebus-Technologieträger „eCoach“ in Kürze auf Testfahrt
Ob für Reisen auf Luxus-Niveau oder als hochmodern ausgebauter Testbus in Notzeiten. Die Vielseitigkeit in Komfort, technischem Know-how und Flexibilität beruht bei Setra auf Erfindergeist und stetiger Weiterentwicklung. Die Erfolgsgeschichte nimmt mit der Vorstellung des S 8 und dem Produktionsbeginn der ersten Baureihe 10 ihren ruhmreichen Anfang. Mit ihren Typen S 9, S 10, S 11, S 12, S 14 und S 15 verhilft die Setra Innovationskraft dem Prinzip der selbsttragenden Bauweise zu ihrem Durchbruch und läutet damit den weltweiten Siegeszug der Setra Omnibusse ein. In 16 Produktionsjahren seit der Markteinführung des S 8 werden insgesamt rund 7.500 Einheiten verkauft.
Die Premiere des S 8 fand im Jahr 1951 am Rande der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt auf einem Firmengelände eines Kässbohrer Generalvertreters statt. Doch schnell stand der erste Integralbus Deutschlands, der Fahrgestell und Aufbau vereinte, im Fokus der Fachwelt - der Siegeszug von Setra begann. Dieses Bauprinzip des Ulmer Fahrzeugherstellers Kässbohrer, das stromlinienförmige Außendesign, die großen Kofferräume und der Einbau eines Heckmotors mit direktem Antrieb auf die Hinterachse setzte fortan neue Maßstäbe im europäischen Omnibusbau.
Der Verkaufsschlager dieser ersten Setra Baureihe war der S 10, der zweite Setra-Typ nach dem S 8. Er hatte einen längeren Fahrzeugkörper als sein Vorgänger sowie einen vergrößerten vorderen Überhang. Als Reise- und Stadtwagen wurde der S 10 mit der neu patentierten Kässbohrer-Außenschwingtür angeboten. Im Februar 1955 hatte der kleinste Setra, den es bis heute gegeben hat, der S 6, auf dem Genfer Automobilsalon als dritter Setra Typ Premiere. Die Ziffer hinter der Typenbezeichnung S steht bei der Baureihe 10 für die maximale Zahl der Sitzreihen und damit indirekt auch für die Länge der Fahrzeuge.
Durchdachtes Modul-Prinzip
Völlig neu für diese Zeit des Omnibusbaus war das erste Setra Baukastensystem, das im Jahre 1959 eingeführt wird. Dank dieses konsequent durchdachten Modul-Prinzips konnten die Fahrzeuge rationell hergestellt werden. Die Tagesproduktion lag in dieser Zeit bei vier Einheiten. Da 80 Prozent der Bauteile der Fahrzeugtypen austauschbar waren, konnten die staatlichen und privaten Busbetreiber ihre Ersatzteilhaltung wesentlich verringern. Auch für das Fahr- und Werkstattpersonal ergaben sich Vorteile: Man musste sich nur mit einem Grundtyp vertraut machen. Auch die Wartungs- und Reparaturzeiten konnten damals so deutlich reduziert werden.
Die Typen S 10 bis S 14 wurden in Reise-, Überlandlinien- und Stadtwagenausführung gebaut, mit Ausnahme der Typen S 9 und S 15, die hauptsächlich als Reise- und Überlandbusse eingesetzt wurden. Mit seitlich erhöhten Fußböden boten sie Platz für geräumige Kofferräume. 1954 wurde der Setra SP präsentiert, ein Stadtlinienbus aus Leichtmetall, der weniger Eigengewicht als Nutzlast hatte. 1958 folgte der Setra ST 110, eine Weiterentwicklung des SP mit Luftfederung und Einzelradaufhängung vorn und hinten sowie Unterflurmotor.
In die Zeit der Baureihe 10 fiel auch die Produktion der Setra Silver Eagle und Golden Eagle sowie von Setra Luxus Gelenkomnibussen, die in die USA geliefert wurden. 1959 brachte die Marke auch den ersten selbsttragenden Gelenkomnibus Europas, den Setra SG 165, auf den Markt.
Baureihe 100 - Kantige Formen und noch mehr Komfort
Im Jahre 1967 wurde die Baureihe 10 von der Baureihe 100 und den fünf Typen S 100, S 110, S 120, S 130 und S 150 abgelöst. Von dieser Baureihe an wies die erste Ziffer der Typenbezeichnung auf die jeweilige Baureihe hin. Der Übergang der Setra Baureihe 10 zur Baureihe 100 war ein weiterer Schritt zur Industrialisierung des Omnibusbaus im Unternehmen. Alle neuen Modelle wurden nach dem zweiten Setra Baukastenprinzip aus zahlreichen Gleichteilen gefertigt.
Optisch zeichneten sich die Omnibusse durch ihre kantigeren Formen sowie durch höheren Komfort, durch einen vergrößerten Fahrgastraum und einer erweiterten Innenstehhöhe aus. Alle Typen vom S 100 bis S 150 hatten generell an der Vorderachse Einzelradaufhängung. Für ihre Zeit besaß die Baureihe 100 auch bereits ein vorbildliches Bremssystem mit hydropneumatischen Zweikreis-Bremsen. Das Fahrwerk der Baureihe 100 wurde mit einer fein abgestimmten Luftfederung ausgestattet, die für eine sehr gute Straßenlage sorgte.
Zukunftsweisende Ergebnisse der Weiterentwicklung an den Heizungs- und Belüftungssystemen waren die Setra Raumlüftung und die Setra Klimaanlage mit Querstromgebläse. Aufgrund der hohen Seitenfenster konnte als Option die serienmäßige Dachrandverglasung entfallen. Weitere Vorzüge waren die durchgehenden Kofferräume, korrosionsfreie Leichtmetallteile an Fensterrahmen, Stoßstangen, Buggrill und Zierleisten sowie der Unterbodenschutz.
Einen großen Anteil am Erfolg der Baureihe hatte auch das Setra Linienbusprogramm. Die Überlandlinienwagen S 80 E, S 120 E, S 130 E, S 140 E, S 150 E, SG 175 ÜL und SG 180 Ü sowie die speziellen Typen für den Stadtverkehr S 125, S 130 S, SG 175 und SG 180 rundeten das Angebot ab. Die Bezeichnung „S“ stand für Stadtverkehr und „Ü“ für Überlandverkehr.
Baureihe 200 - Dritte Setra Generation mit zeitloser Eleganz
Im Jahr 1976 wurde der 20.000ste Setra Bus ausgeliefert. Und im Sommer dieses Jahres kam auch die Setra Baureihe 200 auf den Markt. Sie startete mit sechs Typen: die Hochboden-Versionen S 211 H, S 212 H, S 213 H und S 215 H mit jeweils 3 090 mm Höhe sowie die Hochdecker S 213 HD und S 215 HD mit einer Gesamthöhe von 3 340 mm. Die mit dieser Baureihe eingeführte Standardisierung der einzelnen Typen und Baugruppen sowie verbesserte Produktionsverfahren ermöglichten eine Steigerung der Produktion auf acht Komplettbusse pro Tag. Die Jahresproduktion steigt damit damals von 1.300 auf 1.600 Einheiten.
Die Reise-, Stadt- und Überlandlinienbusse der Baureihe 200 umfassten fünf Jahre nach der Premiere fünf Typenreihen: Optimal (Reisebusse H / HD, HDS, DT, HDSI und DTI), International (HI / HDI), Rational (HR, HRI, RL), Regional (UL) und Communal (SL). Dazu kamen noch Sonderbusse, Büchereifahrzeuge und Busse für den Transport im Strafvollzug. Das Programm der Sonderfahrzeuge beinhaltete 33 Varianten.
Die Fahrzeuge der dritten Setra Generation bestachen durch eine zeitlose Eleganz in der Linienführung ihres Designs, das auf Wertbeständigkeit und Zweckmäßigkeit ausgerichtet war. Weiche Rundungen und sanfte Übergänge sowie klare Konturen entsprachen ganz den damals aufkommenden elementaren Grundsätzen des Fahrzeugdesigns. Die technische Konzeption der Fahrzeuge war von zwei herausragenden Neuerungen geprägt: der Motorisierung mit Mercedes-Benz Motoren und der völlig neuartigen bei Kässbohrer entwickelten Querstrombelüftung.
Mit dieser vollthermostatischen Regelung für temperierte Luft und Heizung konnte auf das bisher allgemein übliche „Mützenschild“ über der Frontscheibe als Lufteinlass verzichtet werden. Über die ganze Wagenlänge erstreckte sich oberhalb der Seitenfenster ein metallischer Lochstreifen, der als Luftaustritt im vorderen Bereich und entsprechend den Strömungsverhältnissen am Wagenkörper als Lufteintritt ab dem ersten Fensterholm nach hinten diente. Das konstruktiv verbesserte Fahrzeuggerippe, das erstmals durch computerunterstützte Berechnungsmethoden (Finite Elemente) optimiert wurde, brachte eine höhere Gerippefestigkeit in besonders beanspruchten Zonen.
Die Busse der Baureihe 200 zeichnete außerdem eine völlig unabhängig arbeitende Lüftung und Heizung für Fahrer und Cockpit aus, einschließlich einer intensiven Entfrostung der Frontscheibe. Ein besonderes Augenmerk wurde schon damals, als der Begriff Ergonomie auch im Fahrzeugbau zunehmende Bedeutung erhielt, der Gestaltung des Armaturenbrettes gewidmet.
Baureihe 300 - Neues Gesicht mit markanter Schwinge
Das Jahr 1991 war das Startjahr für die Baureihe 300, die nach einer sechsjährigen Entwicklungszeit mit den Typen S 309 HD, S 315 HD und S 315 HDH in Ulm präsentiert wurde. Zu den auffälligsten Merkmalen der neuen Busse gehörten die markante Schwinge hinter dem Cockpitbereich sowie das völlig neuentwickelte Integralspiegelsystem, das der Baureihe 300 ihr einzigartiges „Gesicht“ verlieh. Die beheizbaren und von innen verstellbaren, „abgeknickten“ Spiegelarme, die anfangs als „Maikäferfühler“ bezeichnet wurden, vermittelten dem Fahrer – in Verbindung mit der sichtoptimierten A-Säule – eine sehr gute Sicht entlang beider Seiten des Busses.
Neue Multifunktionsanzeige
Antiblockiersystem und Antriebsschlupf-Regelung (ABS/ASR) gehörten ebenso zur Serienausstattung wie ein Retarder von Telma oder Voith. Ein weiteres wesentliches Merkmal der Baureihe 300, die bis 2001 gebaut wurde, war das ergonomisch gestaltete Cockpit, in dem die wichtigsten Einzelinstrumente wie Tachometer und Drehzahlmesser im Primärblickfeld des Busfahrers lagen.
Erstmals serienmäßig wurden die neuen Fahrzeuge mit einer Multifunktionsanzeige ausgestattet, einem Display, das dem Chauffeur die wichtigsten Meldungen anhand der international gebräuchlichsten Zeichen und in sechs Sprachen anzeigt.
Während sich die Reisebusse der Baureihe 300 auf dem europäischen Omnibusmarkt etablierten, arbeiteten die Entwickler an der Markteinführung der Kombibusse für den Linien-, Überlandlinien- und Ausflugsverkehr. Aus einem Basismodell wurden in modularer Bauweise die drei verschiedenen Busvarianten S 315 UL, S 315 H und S 315 GT entwickelt. Sie alle hatten den gleichen Aufbau, das gleiche Fahrwerk, jedoch unterschiedliche Fahrgasträume. Der Vorteil: Durch die geringe Teilevielfalt verkleinerte sich der Fertigungsaufwand, die Vielfalt des Typen-Programms blieb erhalten und wurde in den Folgejahren stetig durch neue Varianten ergänzt.
Eingebettet in das stetig wachsende Produktprogramm der Baureihe 300 wurde auch die Palette der Baureihe 200 um zwei Fahrzeuge erweitert. Im Mai 1994 präsentierte Setra den S 250 Special. Diese wirtschaftliche und preisgünstige Reisebus-Variante enthielt bereits Bauelemente der Baureihe 300 ein. Im Herbst 1995 kam der S 217 HDH auf den Markt.
Baureihe 400 - Überzeugend in Technik, Sicherheit und Komfort
Im Setra Jubiläumsjahr 2001 schickte die Marke Setra 50 Jahre nach Start des ersten selbsttragenden Busses S 8 die Baureihe 400 auf die Straßen – bestehend aus TopClass, ComfortClass und MultiClass. Die neue TopClass Reisebus Generation war mit insgesamt sieben Varianten unterwegs. Zu ihr gehörten der Clubbus S 411 HD, der S 415 HD, der S 415 HDH mit drei Achsen und der ebenfalls dreiachsige S 416 HDH sowie der S 417 HDH. Flaggschiff dieses Setra Premiumprogramms war der Doppelstockbus S 431 DT. Speziell für den nordamerikanischen Markt hatte Setra den neuen TopClass S 417 konzipiert, der den dortigen Bestimmungen angepasst war.
Alle Fahrzeuge der neuen TopClass waren mit Scheibenbremsen, elektronischem Bremssystem (EBS), Antiblockiersystem (ABS), Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR), Bremsassistent (BA) und Elektronischem Stabilitätsprogramm (ESP) ausgerüstet, einem aktiven System zur Steigerung von Fahrsicherheit und Fahrstabilität. Zudem bot Setra die Fahrzeuge auch mit dem Spurassistenten (SPA) an, der dafür sorgte, dass das Fahrzeug nicht über die Seitenränder hinausfährt.
Bei einer umfassenden Modellpflege im Jahr 2008 stand das Thema Sicherheit im Fokus. Seit dieser Zeit bot die Ulmer Busmarke die Fahrzeuge der neuen TopClass unter anderem serienmäßig mit Front Collision Guard (FCG) - einem Modul, das bei einem Aufprall den kompletten Fahrerplatz nach hinten schiebt - sowie mit integrierter Absorberstruktur an.
Ende 2008 lieferte Setra den ersten Reisebus mit Active Brake Assist (ABA) aus. Der ABA wurde in der Fachwelt auch als Notbrems-Assistent bezeichnet. Er reagierte auf langsame vorausfahrende Fahrzeuge, indem er bei der möglichen Gefahr eines Aufpralls nach gestuften Warnhinweisen eine Vollbremsung einleitete. Das System war mit dem Abstandsregel-Tempomat (ART) gekoppelt, dessen Sensoren zur Erkennung von vorausfahrenden „Hindernissen“ genutzt wurden.
ComfortClass 400: Anspruchsvoller Komfort
Die insgesamt sieben Fahrzeugvarianten der ComfortClass 400 vereinten anspruchsvollen Komfort mit wirtschaftlich attraktiven Betriebskosten. Mit den Hochboden- und Hochdeckerbussen für den Ausflugs-, Fernreise- oder Linienverkehr realisierte Setra ein innovatives Längenkonzept. Der Wegfall der Bestimmung, dass Reisebusse nicht länger als 12 Meter sein dürfen, nutzte die Marke rigoros, um spürbar mehr Platz im Innenraum sowie im vorderen Einstiegbereich zu bieten. Die Vorbauverlängerung des S 415 GT, des S 415 GT-HD, der zwei- und dreiachsigen S 416 GT-HD und des S 417 GT-HD sowie eine Verbreiterung der Fahrzeuge wurde vor allem durch die Konstruktion der Ringspantentechnik möglich, die den Bussen eine hohe Torsionssteifigkeit verlieh.
Ein weiteres prägendes Merkmal der ComfortClass 400 war das unter eigenständigen und ergonomischen Gesichtspunkten gestaltete Cockpit. Der Fahrerplatz in Reisebus-Optik war unter anderem mit Joystick-Schaltung, integrierten Navigations-Monitoren und einer Vielzahl an Ablagemöglichkeiten für den Chauffeur ausgestattet.
Im Frühjahr 2005 wurde die Rechtslenker-Varianten S 415 GT-HD und S 416 GT-HD für die Länder mit Linksverkehr in die Produktpalette aufgenommen. Im Herbst 2009 ging die Marke mit den modellgepflegten Fahrzeugen der ComfortClass 400 an den Start, deren Busse nun über alle relevanten Sicherheits-Ausstattungen wie den Aufprallschutz Front Collision Guard (FCG), Abstandsregel-Tempomat (ART) und Active Brake Assist (ABA), Spurassistent (SPA), leistungsstarke Litronic-Scheinwerfer, ein neues Navigationssystem sowie serienmäßige Brandmeldeanlagen verfügten.
Reisebus mit nordamerikanischem Design
Zu Beginn des Jahres 2011 präsentierte Setra in den USA mit dem ComfortClass S 407 einen Reisebus für das Business-Segment in Nordamerika. Das Fahrzeug war ein klassischer Reisebus nach nordamerikanischen Design-Vorstellungen und galt als die kostengünstige Alternative für Reisebusunternehmen.
Großzügige Kofferräume, komfortable Sitze und vielseitige Ausstattungsmöglichkeiten. Dies waren drei schlagkräftige Argumente, die die Busse der 2005 erstmal präsentierten MultiClass auszeichneten. Mit Bordküche, Toilette und Klimaanlage waren die wirtschaftlichen und funktionalen UL- und H-Modelle die idealen Fahrzeuge sowohl für Linieneinsätze als auch für Ausflugsfahrten für Vereine.
Der S 412 UL war das wendigste Fahrzeug der Setra Überlandlinienbusse und eignete sich optimal für den Linieneinsatz in topografisch schwierigen Regionen mit engen und steilen Pässen. Die weiteren UL-Fahrzeuge waren der S 415 UL, der S 417 UL sowie der S 419 UL, der in Serie bis zu 69 Sitzplätze ausweisen konnte.
Sparsam, aber keineswegs spartanisch. So konnte man das Ausstattungskonzept der Setra UL business Busse bezeichnen, mit denen die Marke im Herbst 2013 ihr Standard-Produktprogramm erweiterte. Setra präsentierte mit dem S 415 UL business, dem S 416 UL business und dem S 417 UL business drei preisgünstige UL-Varianten, die mit minimalen Ausstattungen einen höchst effizienten Einsatz mit hohen Fahrgastkapazitäten auf Überlandstrecken, im Schulbusverkehr und Transferfahrten garantierten.
Hohe Einsatzbereitschaft
Mit dem auf höchste Wirtschaftlichkeit getrimmten Setra UL business konnten Unternehmer äußerst flexibel auf sich rasant veränderten Marktsituationen in ganz Europa reagieren und alle relevanten Ausschreibungskriterien der Kommunen und Städte erfüllen. Individuelle, gewinnbringende Alternativen für preissensible Marktsegmente anzubieten, war das Ziel der Marke Setra, die mit den Business-Modellen auch das Thema Nachhaltigkeit großschrieb. Sie brachten kein Gramm zu viel auf die Waage. Stabile Einzelkomponenten garantierten den Betreibern eine hohe Einsatzbereitschaft mit Wartungsintervallen von 90.000 Kilometern, eine lange Lebensdauer, jederzeit kalkulierbare Betriebs- und Wartungskosten sowie einen hohen Wiederverkaufswert.
2014 erweiterte Setra das Produktprogramm der MultiClass um zwei lang ersehnte Niederflur-Fahrzeuge und präsentiert auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover die beiden Low Entry Varianten S 415 LE business und S 416 LE business, die Niederflur- und Hochbodentechnik auf eine ganz neue Weise kombinierten. Die leicht zugänglichen Antriebskomponenten gewährten eine bequeme und kostengünstige Wartung des barrierefreien Busses. Hinzu kam der S 418 LE business, der je nach Ausführung mit bis zu 61 Sitzplätzen ausgestattet werden konnte.
Auch älterer Fahrgäste profitieren von einer niedrigen Einstiegshöhe. Sie beträgt standardmäßig vorne 345 mm und misst an der hinteren Tür 385 mm. Eine weitere Absenkung ist über die Kneeling-Funktion um bis zu 70 mm möglich.
Baureihe 500: Für jeden Einsatz der richtige Bus
Mit der ComfortClass 500 präsentierte Setra 2012 das weltweit erste komplett unter Euro VI-Anforderungen entwickelte Reisebuskonzept. Dabei setzt die dynamische sechste Reisebusgeneration neue Bestmarken in Wirtschaftlichkeit, Wertigkeit, Komfort und Sicherheit. Die neuen Premium-Reisebusse überzeugten durch eine strömungsoptimierte Form, die in einem umfassenden Prozess im Windkanal entwickelt wurde und erreichten einen in der Reisebusbranche bisher für unerreichbar gehaltenen cw-Wert von 0,33.
Durch die gesetzlichen Anforderungen nach umweltfreundlicheren Euro VI-Motoren hatte die Ulmer Marke mit hohen Investitionskosten über vier Jahre hinweg ein wirtschaftliches Fahrzeugkonzept entwickelt. Unter anderem trugen die hohe Leistungsfähigkeit der Motoren, eine Ausdehnung der Wartungsintervalle von 90.000 auf 120.000 Kilometer, Maßnahmen zur Erhöhung der passiven Sicherheit, ein optimierter Korrosionsschutz, reduzierte Fahrgeräusche sowie das zeitlose Design entscheidend zu einem hohen Wiederverkaufswert bei. Angetrieben wurde die neue, um ganze 330 Kilogramm abgespeckte ComfortClass 500 von Motoren der neuen „BlueEfficiency Power“-Generation von Mercedes-Benz.
Die ComfortClass 500 bestach durch eine geschwungene, leicht ansteigende und wieder abfallende Seitenlinie mit dem neuen Dekor-Element an der B-Säule - eine weiche Bewegung, die rund um das komplett neu entwickelte Fahrzeug verlief. Den Frontbereich prägte ein sympathisches, kraftvolles Gesicht. Mit dem langen Dachabzug vorne sowie der deutlich stärker gewölbten Windschutzscheibe, die tief bis zur vorderen Logoblende mit dem dreidimensionalen Setra Schriftzug gezogen war, zog der neue Setra die Blicke auf sich.
Spritsparende ComfortClass
Die Setra ComfortClass500 schonte die Umwelt. Dafür stand unter anderem eine bewiesene Kraftstoffreduzierung von bis zu acht Prozent im Vergleich zur Vorgänger-Baureihe 400 mit Euro V. Mit insgesamt sechs Modellen, darunter auch der kompakte Clubbus S 511 HD und der S 519 HD, war die zukunftsweisende Fahrzeug-Generation vollzählig. Basis für die vielseitige Typenpalette war das bewährte Baukastenprinzip, aus dem die Entwickler verschiedene Längen und Höhen ableiten konnten. Mit dem aus Unterbau-, Längen- und Aufbaumodulen bestehenden System war so die Ableitung maßgeschneiderter Fahrzeugkonzepte für die Geschäftsmodelle der Kunden möglich.
TopClass 500: Luxus und Funktionalität
Mit den Premium-Dreiachsern der Setra TopClass präsentierte die Marke ein neues Reisegefühl, das Luxus und Funktionalität auf höchstem Level vereinte. Der S 515 HDH, der S 516 HDH sowie der S 517 HDH verkörperten die Gesichtspunkte Design, Wertigkeit und Sicherheit in einzigartiger Weise und Form. Vergrößerte Achsabstände sorgten bei allen drei Varianten für ein um 0,6 m3 vergrößertes Kofferraumvolumen.
Die im Windkanal entwickelte aerodynamische Form der Setra TopClass 500 trug entscheidend dazu bei, dass die modernen Luxus-Busse auch als wirtschaftlich zugkräftige Produkte exklusive Fuhrparks bereicherten. Die TopClass 500 war nicht nur ein anmutiges, sondern auch ein sicheres Kraftpaket, das den Chauffeur mit einer Vielzahl an bewährten und weiterentwickelten Fahrerassistenzsystemen aktiv und passiv unterstützte. Neben dem Active Brake Assist, dem Attention Assist und der elektronischen Reifendruckkontrolle hatte die TopClass 500 serienmäßig auch den Anfahrassistenten an Bord, der ungewolltes Vor- und Zurückrollen an Bergen vermied.
S 513 DT: Doppelstockbus mit optimierter Aerodynamik
Der 2017 präsentierte Setra S 531 DT war das neue Flaggschiff bei den Reisebussen von Setra.
Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von cw = 0,35 markierte er die Spitze seines Segments. Erreicht wurde dies durch ein ganzes Bündel von aerodynamischen Optimierungen. Sparsam und leise war der neue Doppelstockbus auch wegen seines perfekt abgestimmten Antriebsstrangs unterwegs. Herzstück war ist der kraftvolle 12,8-Liter Motor OM 471 mit einer Leistung von 375 kW (510 PS).
Variabilität im Unterdeck
Das Exterieur des S 531 DT setzte innerhalb der TopClass 500-Baureihe neue eigenständige Akzente, unter anderem durch die beiden nahtlos zusammengefügten Windschutzscheiben sowie durch die weiterentwickelte und markentypische Aluminiumleiste „La Linea“. Neu waren außerdem der Waschraum und das Beduftungssystem. Busunternehmer schätzten überdies die Variabilität des Doppelstockbusses. Sein Unterdeck ließ sich als Reisebus für längere Touren ebenso ausstatten wie als Linienbus für kürzere Überlandstrecken.
Die nächste Generation der Baureihe 500
Setra präsentierte 2022 die nächste Generation der Baureihe 500. Die Setra ComfortClass steht für ein vielseitiges Buskonzept, das höchste Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Flexibilität erfüllt. Die exklusiven HDH-Modelle der TopClass heben Busreisen auf ein neues Level. Höchster Langstreckenkomfort, individueller Luxus und technische Exzellenz verbinden sich in ihnen zu einem wahren Reiseerlebnis.
Neues Familiengesicht
Die nächste Generation von ComfortClass und TopClass zeigt das neue Familiengesicht der Marke, einschließlich Doppelstockbus. Der Markenschriftzug ist dreidimensional in Chrom gearbeitet und scheint auf seinem glänzenden schwarzen Untergrund zu schweben. Zwei Spangen in Chrom bei der TopClass und Silber bei der ComfortClass fassen die Fläche ein. Darüber stellt nun eine Kässbohrer Markenplakette selbstbewusst die Herkunft und Tradition der Marke Setra heraus.
Beschleunigen, bremsen, Abstand einhalten, lenken, Spur halten und sogar ein Nothalt – der Active Drive Assist 2 bedeutet einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum automatisierten Fahren mit Reisebussen und verbindet die Funktionen der einzelnen Assistenzsysteme auf einzigartige Weise und ermöglicht so teilautomatisiertes Fahren in allen Geschwindigkeitsbereichen. Zusätzlich ist eine Emergency Stopp Funktion implementiert. Diese bringt das Fahrzeug durch eine moderate, automatisierte Bremsung zum Stillstand, falls der Fahrer nicht mehr reagiert.
Der neueste Notbremsassistent von Daimler Buses, der Active Brake Assist6 (ABA6), arbeitet mit einer Kombination aus Nah- und Fernbereichs-Radarsensoren sowie einer Kamera und kann bei Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h – beim ABA 5 waren es bereits 50 km/h – nun auch vor Personen vor dem Fahrzeug, vor entgegenkommenden oder in der Spur fahrenden Verkehrsteilnehmern eine automatisierte Vollbremsung bis zum Stillstand durchführen. Die erweiterte Reaktion auf Fußgänger und Radfahrer ist bereits ein Ausblick auf die neue Gesetzgebung für Notbremssysteme schwerer Nutzfahrzeuge, die erst später verpflichtend wird. Das System kann bei allen Geschwindigkeiten auf vor dem Omnibus stehende Fahrzeuge mit einer Vollbremsung bis zum Stillstand reagieren.
MirrorCam erweitert Sichtbereich
Weitere Neuheiten wie die elektronische Feststellbremse oder das 360°-Kamerasystem erhöhen neben der Funktion und Bedienungsfreundlichkeit ebenfalls signifikant die Sicherheit. Gleiches gilt für die neuen Voll-LED-Scheinwerfer und den Fernlicht-Assistenten.
Und: Das MirrorCam Kamerasystem ersetzt die klassischen Außenspiegel und bietet einen erweiterten Sichtbereich für den Fahrer durch die Scheiben und erheblich bessere Sicht nach hinten in der Dunkelheit durch Restlichtverstärkung. Die kleine Fläche der Kameralinse ist weniger anfällig für Verschmutzung und durch die Montage im Kameraflügel besser gegen Witterungseinflüsse geschützt. Die Bilder der beheizten Kameras werden auf Monitore im Format 15 Zoll übertragen.
Intelligenter Tempomat
Der intelligente, kraftstoffsparende Tempomat Predictive Powertrain Control (PPC) integriert eine an die Topografie angepasste Fahrweise in die Schaltautomatik. PPC gehört nun zur Serienausstattung und ist noch leistungsfähiger. Sein erweitertes Kartenmaterial deckt neben Autobahnen und Fernstraßen nahezu alle Außerortsstraßen in Europa ab. PPC berücksichtigt Kreuzungen und Kreisverkehre und ist mit dem Abstands-Regel-Tempomaten vernetzt. Schließlich bewertet das neue Assistenzsystem Driver Score das aktuelle Fahrverhalten nach zahlreichen Parametern sowie der Nutzung der Fahrerassistenzsysteme und ermöglicht eine rasche Verbesserung des Fahrverhaltens durch individuelle Rückmeldungen und Vorschläge im Display. Mit Driver Score kann der Fahrer seine Fahrweise kontinuierlich optimieren.
Bei so viel Unterstützung soll das Vergnügen an Bord nicht zu kurz kommen: Coach Infotainment Series bietet Mediennutzung der neuesten Generation für den professionellen Einsatz. Das beginnt mit dem digitalen Radioempfang DAB+ und geht weiter über Bluetooth-Audiostreaming, die Verbindung von Smartphones über Bosch mySpin. Außerdem ermöglicht eine HDMI-Schnittstelle den Anschluss eines Laptops.
Neue Farben für Fahrgasträume
Ins Auge fallen bei TopClass wie ComfortClass Trennwände mit großzügigen transparenten Einsätzen aus getöntem Glas. Ein Markenschriftzug in der Umrahmung heißt die Fahrgäste willkommen. Zusätzlich haben die Entwickler die Fahrgasträume farblich überarbeitet. Die Brüstungsabdeckungen oder die Abdeckung der Toilettenkabinen sind jetzt in Schwarz gehalten. Fahrgäste entdecken über ihren Köpfen überarbeitete Service-Sets mit runden, intuitiv 360° einstellbaren Belüftungsdüsen.
Alle Neune
Sechs vielseitige HD-Modelle der ComfortClass, drei HDH-Luxus-Reisebusse der TopClass, zusätzlich der Doppelstockbus S 531 DT – das Setra Programm erfüllt alle Wünsche nach dem maßgeschneiderten Reisebus. Hinzu kommt eine Vielzahl von Sonderausstattungen: Hecktür statt Mitteleinstieg für HD-Modelle mit entsprechendem Layout des Fahrgastraums, Glasdach TopSky Panorama, edle Dreier-Bestuhlung mit ebenem Boden, eine faszinierende Vielfalt von Stoff- und Lederbezügen sowie Extras – kaum ein Setra ist wie der andere, jeder Setra eine passende Lösung. Das weite Spektrum der ComfortClass HD-Modelle reicht vom kompakten, nur 10,5 Meter langen S 511 HD bis zum Sitzplatzriesen S 519 HD mit seinen knapp 15 Metern Länge. Setra TopClass 500 – das sind drei faszinierende HDH-Modelle auf drei Achsen. Traumbusse für Traumreisen, vom handlichen S 515 HDH bis zum mächtigen S 517 HDH, von 12,5 bis 14,2 Meter Länge.
Unverändert ist bei der nächsten Generation von Setra ComfortClass und TopClass allein der vielfach bewährte Antriebsstrang. Herzstück sind die Reihensechszylinder Mercedes Benz OM 470 mit 10,7 Liter Hubraum in drei Leistungsstufen von 290 kW (394 PS) bis 335 kW (456 PS) sowie OM 471 (12,8 Liter Hubraum) mit 350 kW (476 PS) und 375 kW (510 PS). Sie sind modellabhängig zugeordnet.
Die neue Setra MultiClass 500 LE
Kurz nach der Premiere der nächsten Generation der Reisebusse Setra ComfortClass 500 und TopClass 500 schlägt Setra mit den völlig neu entwickelten Low Entry-Überlandbussen der Baureihe MultiClass 500 LE ein neues Kapitel in diesem Segment auf. Die neue MultiClass500 LE bietet ein besonders breites Spektrum aus nunmehr vier Modellen. Als Low Entry (LE) verbindet das Quartett zwei Welten: Niederflur- sowie Reisekomfort. Bis kurz vor die Hinterachse konsequent niederflurig ausgelegt, überzeugt sie mit einem schnellen und bequemen Ein- und Ausstieg im Vorderwagen. Vor der Hinterachse führen drei flache Stufen in den Hinterwagen.
Die Palette der MultiClass 500 LE umfasst Linienbusse von 10,51 bis 14,52 Meter Länge mit zwei und drei Achsen. Sie decken Einsätze vom stadtnahen Verkehr bis hin zu Überlandverkehr auf langen Strecken in dünn besiedelten Regionen ab. Bereits äußerlich ist neue MultiClass 500 LE bewusst in zwei Fahrzeugteile gegliedert. Verbunden sind beide Segmente durch ein breites senkrechtes Profil. Die klare Aufteilung des Fahrgastraums in Parkett und Loge nimmt den neuen Überlandbussen äußerlich die Wucht.
Aufgrund der dunkel eingefassten, abgerundeten A-Säulen vorne und der ebenso geformten Eckprofile hinten wird die sonst übliche Kantigkeit in weiche und fließende Formen aufgelöst.
Vorne nimmt die MultiClass 500 LE das neue Setra Familiengesicht auf, das die Marke mit den aktuellen Reisebussen eingeführt hat.
Jeder Setra ist auch ein wahrer Sicherheitsbus. Beispiel in der neuen MultiClass 500 LE ist der Preventive Brake Assist 2, die nächste Generation des weltweit ersten aktiven Bremsassistenten für spezialisierte Linienbusse. Der Preventive Brake Assist 2 arbeitet mit einer Kombination aus Nah- und Fernbereichs-Radarsensoren sowie einer Kamera und kann dadurch unter anderem auf stationäre und sich bewegende Objekte einschließlich Fußgänger und Zweiradfahrer reagieren.
Der Antrieb der Setra MultiClass 500 LE basiert auf vielfach bewährten und wirtschaftlichen Komponenten. Im Heck der Zweiachser arbeitet der Reihensechszylinder OM 936 mit 7,7 Liter Hubraum. Er steht mit einer Leistung von 220 kW (299 PS) und 260 kW (354 PS) zur Wahl. Der Dreiachser MultiClass S 518 LE wird mit dem Reihensechszylinder OM 470 und 10,7 Liter Hubraum ausgestattet. Er leistet 290 kW (394 PS). Die breite Auswahl an Getrieben besteht modellabhängig aus einem manuellen Schaltgetriebe, einem vollautomatisierten Schaltgetriebe und Wandler-Automatikgetrieben von Voith und ZF.
Nochmals sparsamer wird die MultiClass 500 LE mit dem OM 936 in Verbindung mit dem optionalen Hybridmodul. Ein Elektromotor zwischen Motor und Getriebe arbeitet im Schub- bzw. Bremsbetrieb als Generator und erzeugt ohne Kraftstoffverbrauch Strom. Er wird in zwei Speichermodulen auf dem Dach gebunkert.
Der H₂ Coach - Für die Zukunft gedacht
Der Technologieträger „H₂ Coach“ der Marke Setra ebnet den Weg zur Zukunft von lokal emissionsfreien längeren Busreisen, zusätzlich zu batterieelektrischen Reisebussen. Die Technologie des H₂ Coach basiert zu weiten Teilen auf den Antriebskomponenten des Brennstoffzellen Lkw Mercedes Benz GenH2 Truck aus dem Daimler Truck Mutterkonzern. Die Reichweite des H₂ Coach mit einer Tankfüllung ist mit Minimum 800 Kilometern definiert.
Herzstück des 13,9 Meter langen Hochdeckers S 517 HD ist eine Kombination aus zwei Wasserstofftanks mit insgesamt 46 Kilogramm Tankkapazität und dem cellcentric Brennstoffzellen-Aggregat. Das Brennstoffzellen-Aggregat mit einer Gesamtleistung von 300 kW wandelt den Wasserstoff in elektrische Energie um, die vom Zentralmotor in mechanische Antriebsenergie umgesetzt wird. Der Elektromotor ist auf 320 kW Dauer- und 400 kW Maximalleistung ausgelegt, das Drehmoment liegt bei 1.368 Nm, beziehungsweise 2.470 Nm. Das integrierte Batteriepaket dient zur Zwischenspeicherung der elektrischen Energie und zur situativen Leistungsunterstützung, um die Brennstoffzelle mit einem optimalen Wirkungsgrad zu betreiben.
Der Konzeptbus der Setra ComfortClass stellt mit der Zero Emission Antriebstechnologie eine vielversprechende Alternative zu dieselbetriebenen Fahrzeugen dar, da er neben einem geräuscharmen Antrieb auch zur deutlichen Verbesserung der Luftqualität in den Städten und Ferienregionen beiträgt. Zudem zeichnet sich der Reisebus im Vergleich zu batterieelektrischen Bussen durch eine höhere Reichweite und kürzere Betankungszeiten aus.
E-Reisebus-Technologieträger „eCoach“ in Kürze auf Testfahrt
Daimler Buses hat angekündigt, in Kürze seinen ersten batterieelektrisch angetriebenen Reisebus als Technologieträger „eCoach“ auf Testfahrt zu schicken. Dieser basiert auf dem konventionell angetriebenen Setra Modell S 516 HD.