Wir setzen auf diese lokal CO₂-neutralen Technologien

Bei Daimler Truck bekennen wir uns klar zu den Zielen des Pariser Klima-Abkommens.

Ein CO2-neutraler Transport auf den Straßen bis 2050 ist unser ultimatives Ziel.

Dazu verfolgen wir eine so genannte dual track-Strategie, das heißt: Wir setzen auf Batterie und Brennstoffzelle. Wir sind überzeugt, dass beide Technologien ihre Berechtigung haben. Unsere Kunden werden beide Technologien brauchen. Als Faustformel gilt: Die Batterie ist für geringere Lasten und kürzere Distanzen besser geeignet, und die Brennstoffzelle für größere Lasten und längere Distanzen. Wir brauchen beide Technologien auch aufgrund der notwendigen Infrastruktur. Wenn sich die Zahl der elektrischen Pkw, Lkw und Busse auch nur annähernd so rasant entwickelt, wie wir alle das im Sinne der Nachhaltigkeit erhoffen, würden Batterien die Strom-Infrastruktur höchstwahrscheinlich überfordern. Wir wollen Brückentechnologien, die zwar einzelne Schritte nicht aber den großen Sprung ermöglichen, wo immer möglich vermeiden.

Weder zeitlich noch finanziell können und sollten wir es uns leisten, parallel noch weitere Systeme und Infrastrukturen aufzubauen, die langfristig nicht zum Ziel führen. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit allen Akteuren müssen ihre Kräfte jetzt bündeln.

Daimler Truck

  • Batterieelektrischer Antrieb

    Wir haben uns als erster Hersteller konsequent der Elektromobilität bei schweren Lkw verschrieben, sind heute Vorreiter und in allen Segmenten im Kundeneinsatz.

    Für beide Antriebstechnologien kommt eine globale Plattformarchitektur zum Einsatz: der ePowertrain. Dadurch lassen sich wichtige Skaleneffekte realisieren, denn ganz gleich ob Batterie oder Wasserstoff, die wesentlichen Bestandteile der Architektur für den ePowertrain bleiben gleich.

    Weiterführende Informationen zu Mercedes-Benz eActros, Mercedes-Benz eEconic, FUSO eCanter, Freightliner eCascadia, Freightliner eM2 und dem Thomas Built Buses Saf-T-Liner C2 Jouley sind hier zu finden.

  • Wasserstoffbasierter Antrieb

    Daimler Truck arbeitet seit mehr als 30 Jahren an Antriebstechnologien basierend auf Wasserstoff. Bis heute haben die Brennstoffzellenfahrzeuge des Unternehmens viele Millionen Kilometer zurückgelegt und damit die Marktreife des Antriebskonzepts unter Beweis gestellt. Um den Wasserstoff-Antrieb möglichst zügig in die Großserien-Anwendung zu bringen, wird Daimler Truck hohe Investitionen tätigen.

    Mit dem FUSO-Prototypen „Concept eCanter FCell“ (vorher „Vision F-Cell“) hat Daimler Truck im Oktober 2019 erstmals die Möglichkeiten der Brennstoffzellen-Technologie im Lkw demonstriert.

    Was sind unsere nächsten Schritte? In der zweiten Hälfte der 2020er Jahre will Daimler Truck sein Serienportfolio zusätzlich um Brennstoffzellen-Lkw ergänzen. Diese sollen mit flüssigem Wasserstoff betankt werden. Aktuell wird der Mercedes-Benz GenH2 Truck entwickelt und getestet. Ab 2027 soll er als Serienfahrzeug an Kunden übergeben werden.

    Den ersten Schritt in Richtung Brennstoffzellenantrieb unternimmt Daimler Buses im Unterschied zu den Lkw jedoch im Nahverkehr, also bei den Stadtbussen. Ihre Routen, Einsätze und Energieversorgung sind konkret planbar und kaum Schwankungen unterworfen. Der vollelektrisch angetriebene Mercedes-Benz eCitaro mit einer Brennstoffzelle als Range Extender ist derzeit in Entwicklung.

    Die Daimler Truck AG und die Volvo Group haben das Joint Venture cellcentric gegründet, mit dem Ziel, die serienreife Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellensystemen für den Einsatz in schweren Nutzfahrzeugen und anderen Anwendungsfeldern. Weiterführende Informationen sind hier zu finden.

  • Gasantrieb

    Bei Erdgas handelt es sich um einen fossilen Energieträger – und daher auf dem Weg zum CO2-neutralen Transport höchstens um eine Übergangstechnologie.

    Wirklich lokal CO2-neutraler Transport funktioniert nur auf Basis von elektrischen Batterien oder Wasserstoff. Daimler Truck setzt deshalb konsequent auf batterieelektrische und wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge, die lokal emissionsfrei fahren können.

  • Biokraftstoffe

    Alle unsere wichtigsten Lkw-Motoren der neuesten Generation können mit alternativen sogenannten Biokraftstoffen gemäß der EU-Norm prEN 15940 betrieben werden. Dazu gehören die Untergruppen Hydrotreated Vegetable Oil (HVO), Biomass To Liquid (BTL), Gas To Liquid (GTL), Coal To Liquid (CTL), bei denen es sich um verschiedene Ressourcen handelt, die durch chemische Prozesse in Kraftstoffe umgewandelt werden.

    Da die Eigenschaften von Kraftstoffen gemäß der Norm prEN 15940 eine absolute Vergleichbarkeit mit herkömmlich hergestelltem Dieselkraftstoff auf Erdölbasis bedeuten, sind keine Änderungen an den Motoren oder deren Peripheriegeräten erforderlich.

  • Oberleitung

    Daimler Truck arbeitet als globaler Hersteller an Zukunftslösungen, die weltweit eine hohe Wahrscheinlichkeit auf Umsetzung haben. Diese sieht das Unternehmen im Augenblick bei der Oberleitung aufgrund ihrer hohen Infrastrukturkosten nicht – auch angesichts der rapiden Entwicklung der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie.

    Daimler Truck ist nicht gegen Oberleitungs-Lkw, sondern für realistische und zeitnahe Lösungen. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dem batterieelektrischen Elektro-Lkw ein flexibles und jetzt schon verfügbares Konzept für das entsprechende Einsatzgebiet haben — ohne teure, aufwändige und langwierige Planungsmaßnahmen. Der Mercedes-Benz eActros ist bereits in Serie. Wir werden aber mit dem eActros einen Vergleichstest mit dem Oberleitungs-Projekt eWayBW in der Region um Rastatt in Baden-Württemberg fahren.

Daimler Buses

  • Elektroantrieb

    Für elektrische Stadtbusse gibt es im ÖPNV zahlreiche und verschiedene Anwendungsfälle – abhängig unter anderem von der Größe und Topographie des Einsatzgebiets. Wir wollen unseren Kunden ein Produkt bieten, das bestmöglich zu ihrem Anwendungsfall passt.

    Unser eCitaro ist mit der nächsten Batteriegeneration von Lithium-Ionen-Batterien verfügbar. Seit Ende 2020 gibt es ihn zudem mit Feststoffbatterien (Lithium-Polymer-Batterien); in Entwicklung ist der vollelektrisch angetriebene Mercedes-Benz eCitaro mit einer Brennstoffzelle als Range Extender.

    Unser Elektrobus passt sich auch mit seiner Ladetechnik an die jeweiligen Erfordernisse der Verkehrsbetriebe an. Ein innovatives Thermomanagement sorgt für einen effizienten Energieverbrauch und bildet die Grundlage für eine praxisgerechte Reichweite.

  • Hybrid

    Der Mercedes-Benz Citaro hybrid ist für eine Vielzahl von Modellvarianten des Stadtbus-Bestsellers Citaro erhältlich. Der Kraftstoffverbrauch des bereits sehr effizienten konventionellen Citaro wird dadurch zusammen mit einer elektrohydraulischen Lenkung nochmals gesenkt, abhängig vom Einsatz und von der Fahrzeugausführung. Für Verkehrsbetriebe machen sich die nochmals niedrigeren Kraftstoffverbräuche schnell bezahlt, und Gesellschaft und Umwelt profitieren von geringeren Emissionen.

    Der Mercedes-Benz Citaro hybrid wurde durch eine unabhängige internationale Jury als „Bus of the Year 2019“ ausgezeichnet. Kriterien waren unter anderem Wirtschaftlichkeit, Innovation, Qualität und Anwenderfreundlichkeit. Die Überlandvariante Citaro Ü hybrid punktete darüber hinaus bei der Nachhaltigkeit und wurde mit dem „Sustainable Bus Award 2019“ für Überlandbusse ausgezeichnet.